Mit der Pilion-Bahn nach Milies auf historischen Pfaden

Mit 20 km/h findet die #Pilion-Bahn sicher ihren Weg auf der einspurigen Strecke. Auf einer Strecke von 28 Kilometern verbindet die historische Bahn die Station Ano Lehonia mit dem Bergdorf #Milies.
Von RS-Redakteurin Nadja Becker

Pilion/Griechenland Zu den touristischen Highlights zählt die Pilion-Bahn (Trenaki), welche zwischen 1881 und 1904 entstanden ist. Bei der Bergstrecke handelt es sich um eine Schmalspurbahn mit einer Spurweite von 600 mm. Die Bahn selbst diente bis in die 1950er-Jahre als Straßenbahn in Volos. 1985 wurde die Bahn unter Denkmalschutz gestellt, die Bergstrecke von Ano Lehonia nach Milies reaktiviert.

Seit 1996 verkehrt in den Sommermonaten ein Museumszug jeden Samstag und Sonntag, teilweise sogar häufiger zwischen der Station Ano Lehonia mit dem Bergdorf Milies. 1999 wurden zwei neue Diesellokomotiven gestaltet, die äußerlich nach Dampfloks aussehen. Die einzig verbliebene Dampflokomotive wird für Gruppen auf Bestellung eingesetzt.

Zu den touristischen Highlights zählt die Pilion-Bahn (Trenaki), welche zwischen 1881 und 1904 entstanden ist. Bei der Bergstrecke handelt es sich um eine Schmalspurbahn mit einer Spurweite von 600 mm. Foto: Rheinischer Spiegel

Hin- und Rückfahrkarten kosten 18 Euro für Erwachsene und 10 Euro für Kinder. Tickets bietet das Reisebüro TRAINOSE-Volos, im Bahnhof von Volos (Öffnungszeiten: Montag – Freitag, 08:00 – 14:00, Tel. +30 2421039723, E-Mail: grafeiovolou@trainose.gr. Am einfachsten lassen sich Karten über die Webseite www.trainose.gr buchen.

Der Bahnhof Ano Lehonia liegt 12 km von Volos entfernt, Parkplätze stehen an der Station zur Verfügung. Hier startet die Fahrt am Vormittag und dauert pro Strecke 1,5 Stunden mit einem Zwischenstopp in Ano Gatzea.
Foto: Rheinischer Spiegel

Der Bahnhof Ano Lehonia liegt 12 km von Volos entfernt, Parkplätze stehen an der Station zur Verfügung. Hier startet die Fahrt am Vormittag und dauert pro Strecke 1,5 Stunden mit einem Zwischenstopp in Ano Gatzea. Die Rückfahrt erfolgt am Nachmittag nach einem Stopp in Milies von 3,5 Stunden und führt mit einem grandiosen Blick auf tiefe Schluchten durch zwei Tunnel sowie über neun beeindruckend erbaute Brücken. Baumeister war Evaristo de Chirico, der Vater des Malers Giorgio de Chirico. Nach ihm ist eine Stahlbrücke benannt, welche über die Taxiarchis-Schlucht in einer engen U-förmigen Kurve führt. Ein Highlight sind zudem die Drehscheiben in Volos und Milies, an denen die Zuggäste mit Hand anlegen dürfen.

Die Rückfahrt erfolgt am Nachmittag nach einem Stopp in Milies von 3,5 Stunden und führt mit einem grandiosen Blick auf tiefe Schluchten durch zwei Tunnel sowie über neun beeindruckend erbaute Brücken.
Foto: Rheinischer Spiegel

Die Fahrt mit einer der schmalsten Bahnen der Welt führt mit einer Länge von 28 Kilometern entlang an den Hängen des Berges Pilion. Vorbei an Olivenhainen, Platanen und Pinien bietet sich ein spektakulärer Blick mit der fünfbögigen Steinbrücke von Kalomera, Schluchten mit grauem Kalkstein und Stützmauern. Milies selbst präsentiert sich als Bergdorf mit traditionellen Gasthäusern und einem Kopfsteinpflasterweg, der zum Dorfplatz führt. Hier sollte unbedingt die erbaute Kirche Taxiarches mit ihren aufwändig gestalteten Malereien besucht werden. Zudem liegt direkt an dem zentralen Platz eine der ältesten Bibliotheken Griechenlands.

Ein Highlight sind zudem die Drehscheiben in Volos und Milies, an denen die Zuggäste mit Hand anlegen dürfen.
Foto: Rheinischer Spiegel

Und was wäre eine solche Reise ohne ein wenig mystischer Legende, denn der Zug überquert die Wege der Zentauren und des Dodecatheon. Der Pilion galt in der Antike schließlich als Sommersitz der Götter. Wo heute die Station in Milies liegt, sollen einst die Eltern von Achilles – Pileas und Thetis – ihre Hochzeit gefeiert und die Zentauren mit den Lapithen gekämpft haben.

1999 wurden zwei neue Diesellokomotiven gestaltet, die äußerlich nach Dampfloks aussehen. Die einzig verbliebene Dampflokomotive wird für Gruppen auf Bestellung eingesetzt.
Foto: Rheinischer Spiegel

In der Schlucht von Taxiarchis liegt die Höhle des Cheiron (Chiron), der Sohn des Kronos und der Philyra, Halbbruder des Zeus und einer der Kentauren. Gelegen am Fuße des Felsens, auf dem die Kapelle von Taxiarchis erbaut wurde, erzählt die Legende, dass diese Höhle bis hin zum Hügel von Goritsa unterirdisch verbunden ist.

Reiseinfo: Der Aufstieg vom Bahnhof Milies aus ins Dorf verläuft über Natursteinwege (Kalderimia) mit einigen Höhenmetern. Fast jede dieser Treppenstraßen führt zum Dorfplatz (Platia). Festes Schuhwerk sollte deshalb mitgenommen werden. (nb)

Und was wäre eine solche Reise ohne ein wenig mystischer Legende, denn der Zug überquert die Wege der Zentauren und des Dodecatheon.
Foto: Rheinischer Spiegel

Milies/Pilion – Zu Fuß durch das Dorf der Apfelbäume