Mobiler Küchencontainer Kitchen on the Run zu Gast in Süchteln

Mit einer mobilen Küche – eingebaut in einen Schiffscontainer – geht der Berliner Verein Über den Tellerrand e.V. mit seinem Projekt Kitchen on the Run auch in diesem Sommer wieder auf Deutschlandreise. Vom 21. Juni bis 5. August macht der blaue Container Halt auf dem Süchtelner Lindenplatz, um Menschen mit und ohne Fluchterfahrung nachhaltig am Küchentisch zusammenzubringen.

Foto: Über den Tellerrand e.V.

Viersen-Süchteln – Kitchen on the Run ist der mobile Integrationsinkubator von Über den Tellerrand e.V. Das Projekt fördert den persönlichen Austausch zwischen Menschen mit und ohne Fluchterfahrung und ermöglicht ein Kennenlernen auf Augenhöhe. Konkret reisen die Organisatoren mit einem mobilen Küchencontainer durch Deutschland und Europa und organisieren Kochveranstaltungen, bei denen sich Geflüchtete und Beheimatete am Küchentisch kennenlernen, Rezepte und Geschichten austauschen und Freundschaften beginnen. Damit begegnen die Teilnehmer der Herausforderung, dass sich Geflüchtete und Einheimische im Alltag zu selten von allein begegnen und legen den Grundstein für die Integration und Akzeptanz von Menschen mit Fluchterfahrung in unserer Gesellschaft. Mit einem blauen Container bleiben die Organisatoren jeweils sieben Wochen vor Ort und bauen während der Standzeit eine Community auf, die auch nach der Abreise weiterkocht. Das gemeinsame Essen und Kochen dient dabei als Eisbrecher und als Kommunikationsmittel, wenn die gemeinsame Sprache vielleicht noch fehlt. Vertraute Gerüche werden zu Botschaftern von Emotionen, Familienrezepte öffnen die Fenster zu einer anderen Kultur, die plötzlich weniger fremd erscheint.

Das Team der Süchtelner Königsburg hat die Idee angestoßen, sich bei dem Berliner Verein „Über den Tellerrand e. V.“ für ein ungewöhnliches Projekt beworben. Mittlerweile ist die Zusage eingetroffen und die Vorbereitungen für ein gemeinsames Kochen vom 21. Juni bis 5. August 2018 laufen bereits auf Hochtouren. Gestartet 2016, reist ein blauer Container, der nicht nur zu einer Küche, sondern auch zu einem Ort der Begegnung umgebaut wurde, in Deutschlands Kleinstädte: Ortschaften mit Kirchengemeinden, Fußballvereinen und Landfrauen. Mit Gartenzäunen, Wochenmärkten und Kaninchenzüchtern.

Bereits im Vorfeld hat der Verein Königsburg 2.0 e. V. mit Institutionen, Organisationen und Mitbürgern Kontakt aufgenommen, die professionell bzw. ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe arbeiten. „Die Organisation übernimmt ein vierköpfiges Team des Berliner Vereins mit Unterstützung von ehrenamtlichen Helfern aus dem Kreis unseres Vereins“, schrieb der Verein in einer Information an seine Mitglieder. „Finanziert wird „Kitchen on the run“ vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Der Verein Königsburg steuert einen Eigenanteil bei und wird dabei von örtlichen Sponsoren unterstützt.“