Mit dem Versand der Steuerbescheide sind die zum Jahr 2026 gestiegenen Straßenreinigungs-gebühren in der Burggemeinde Brüggen bekannt geworden. Dem Verwaltungsvorstand ist bewusst, dass diese Entwicklung für zahlreiche Haushalte eine spürbare finanzielle Belastung darstellt.
Brüggen – Aus diesem Grund hat die Verwaltung in den letzten Tagen sowohl Gespräche mit betroffenen Bürgerinnen und Bürgern als auch mit politischen Vertreterinnen und Vertretern geführt und Raum für Optimierung der aktuellen Gebührenstruktur ausgelöst. Die Burggemeinde Brüggen wird der Politik Vorschläge für eine etwaige Änderung unterbreiten.
Hintergrund der Gebührenerhöhungen sind unter anderem gestiegene Aufwendungen im Bereich der maschinellen Straßenreinigung. Ab dem 01.01.2026 wird die Straßenreinigung durch einen neuen Dienstleister durchgeführt. Zudem sind Kostensteigerungen seitens der Entsorgungsgesellschaft zu verzeichnen. Diese sind auf den angehobenen Mindestlohn sowie auf erhöhte Auf-wendungen für Maschinen, Wartung und Betrieb zurückzuführen.
Ein weiterer Faktor ergibt sich aus dem Personalaufwand für die Ortspflege. Diese Tätigkeit wurde bislang durch einen externen Dienstleister erbracht und wird aufgrund eines politischen Beschlusses durch eigenes Personal wahrgenommen. Darüber hinaus ist zu berücksichtigen, dass neben den bereits genannten Positionen auch die allgemeinen Personalaufwendungen der zuständigen Sachgebiete in die Gebührenkalkulation einfließen müssen.
Die Erhebung von Gebühren für die Straßenreinigung sowie die dazugehörige Kalkulation wur-den zunächst vom Finanz- und Hauptausschuss und später vom Rat der Burggemeinde Brüggen in seiner öffentlichen Sitzung am 16.12.2025 einstimmig beschlossen. Im Anschluss an den Beschluss sind innerhalb der vorgesehenen Fristen keine Einsprüche gegen die Satzung seitens der Bürgerinnen und Bürger eingegangen. Die Beratung sowie die Beschlussvorlage waren öffentlich zugänglich und Beispiele wurden in den jeweiligen Sitzungen präsentiert.
Um die Aufwendungen anders zu verteilen und die Auswirkungen für die Bürgerinnen und Bürger nachvollziehbarer zu gestalten, wird primär die Umlage der Aufwendungen für die Ortskernpflege erneut geprüft und gegebenenfalls angepasst.
Die Sorgen der Bürgerinnen und Bürger werden von der Gemeindeverwaltung sehr ernst genommen. Ziel der weiteren Beratungen wird es sein, Transparenz zu schaffen und gemeinsam mit der Politik Lösungen zu entwickeln.
Die Burggemeinde Brüggen wird über weitere Schritte und Ergebnisse der Beratungen fortlaufend informieren und steht für weitere Fragen gerne zur Verfügung. (opm)



