Parents for Future – Kreis Viersen kämpfen gegen die gerade laufende Räumung Lützeraths

Klimaschützer aus dem Kreis Viersen unterstützen die Demonstranten in Lützerath und fordern Kommunal- und Landespolitiker auf, sich für die Beendigung der Räumung einzusetzen. 

Region – Aktuell fluten die Berichte über die Räumung von Lützerath die Medien und sozialen Plattformen. Ein Großaufgebot von Polizei ist vor Ort, um die Entscheidung durchzusetzen.
„Zugleich erreichen uns aus vielen Teilen der Welt nicht nur Solidaritätsbekundungen mit Lützerath, sondern vor allem auch Nachrichten über Wetterextreme. In Lützerath spielen keine radikalisierten Jugendlichen einen Aufstand. In Lützerath widersetzen sich Klimaaktivisten – aus allen Bereichen der Gesellschaft – den Plänen von RWE und der Landesregierung NRW“, so die Parents for Future – Kreis Viersen.

Diese Pläne sehen einen Abriss des Dorfes Lützerath vor, damit die darunter befindliche Braunkohle gefördert werden kann. „Diese Kohle wird nicht benötigt, sie leistet keinen Beitrag zur Energiesicherheit. Diese Kohle darf nicht gefördert werden, ihre Verbrennung übersteigt das deutsche CO2-Restbudget deutlich“, so die Klimaschützer weiter. Die Klimaaktivisten in Lützerath fordern eine Einhaltung des völkerrechtlich verbindlichen Pariser Abkommens, das eine Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5 Grad Celsius im Vergleich mit der vorindustriellen Zeit vorsieht. „Diese Forderung ist nicht kriminell, sondern die Grundlage dafür, dass wir auch in Zukunft in Sicherheit und Wohlstand leben können.“

Mahnwache für Lützerath im November 2022 – Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Die Parents for Future – Kreis Viersen fordern alle Kommunal- und Landespolitiker auf, sich sofort für eine Beendigung der Räumung Lützeraths einzusetzen. „Insbesondere rufen wir die Politiker des Kreises Viersen auf, sich nun deutlich einzusetzen. Der Rheinische Tagebau liegt nur wenige Kilometer vom Kreis Viersen entfernt. Die Auswirkungen der Sümpfungsmaßnahmen nehmen wir im Kreis deutlich wahr“, unterstreichen die Parents for Future – Kreis Viersen in einer Stellungnahme.

„Stehen Sie zu ihrer Verantwortung für den Kreis und seine Bewohner, denn der Rheinische Tagebau gehört zu Europas größten CO2-Verursachern und damit zu einer der größten Gefahren für uns und das Klima. Wir fordern den Erhalt des Ortes Lützerath, damit es noch eine Chance gibt den deutschen Beitrag zum Pariser Abkommen einzuhalten. Wir fordern die Polizei auf, jegliche Gewalt keinen Klimaaktivisten einzustellen. Wir fordern alle klimabewussten Menschen auf, sich gegen den Abriss Lützeraths zu stellen.“ (opm)

Geologen schätzen, dass Garzweiler II rund 1,3 Milliarden Tonnen Braunkohle aufweist, die sich in der Niederrheinischen Bucht aus großen Wäldern und Mooren entwickelt haben. Foto: Rheinischer Spiegel