Nach intensiven Beratungen zur aktuellen Diskussion im Primarschulbereich in Dülken legen die CDU, SPD und FDP nun einen gemeinsamen Antrag vor.
Von RS-Redakteurin Nadja Becker
Viersen-Dülken – Der Schulausschuss hat mehrheitlich dem Vorschlag der Stadt Viersen zugestimmt die Dülkener PRIMUS-Schule auslaufen zu lassen. Die Dülkener Schule macht seitdem mit vielfältigen Aktionen auf die ihrer Meinung nach falsche Entscheidung aufmerksam. Nun haben sich drei Viersener Parteien zusammengetan und legen der Verwaltung einen Antrag zur weiteren Schulentwicklung im Dülkener Primarschulbereich vor.
„Wir halten es für wichtig, den Eltern der zukünftigen Grundschüler nun eine weitere Option zu den beiden bewährten Grundschulstandorten erhalten. Damit werden wir den steigenden Schülerzahlen in der Zukunft gerecht, etablieren ein Familiengrundschulzentrum und geben eine Antwort auf zukünftig notwendige Randzeitenbetreuungen in den Offenen Ganztagsschulen“, so die CDU Viersen.
„In den vergangenen Wochen wurden weitreichende Entscheidungen in Bezug auf die Viersener Schullandschaft durch den zuständigen Fachausschuss getroffen. Besonders der Stadtteil Dülken bedarf eines Neudenkens im Primarschulbereich. Durch den eindeutigen Willen der Elternschaft, sowie der niedrigen Bindekraft des Primar- und Sekundarbereichs der heutigen Primusschule, ist die Etablierung einer Grundschule am Standort der ehemaligen Ostschule elementar wichtig für die zukünftigen Schülerzahlen in den Eingangsklassen der Primarstufe“, führen die Parteien in ihrem Antrag aus und weiter: „Wichtig ist, dass der Elternschaft im Stadtteil Dülken eine sichere Perspektive für die zukünftigen Grundschulkinder als Alternative zur Gemeinschaftsgrundschule an der Dammstraße und der Katholischen Grundschule Paul-Weyers geboten wird. Aus einer heutigen Verdrängungssituation aufgrund der übermäßig hohen Anmeldungen an beiden zuvor genannten Grundschulen, soll ein für die Eltern attraktives Grundschulangebot als gleichwertige Alternative geschaffen werden. Dazu müssen letztendlich Voraussetzungen, Perspektiven und Planungssicherheit für die Eltern der zukünftigen Grundschule aber auch für die Eltern der heutigen Schülerinnen und Schüler der Primusschule erschaffen werden.“
Der Antrag umfasst die Erstellung eines Fahrplans für die Weitere Vorgehensweise zum Auslaufen der Primusschule und der Etablierung einer Grundschule. Dieser soll die baldig steigenden Schülerzahlen im Primarschulbereich berücksichtigen und den Umgestaltungsprozess der Primusschule in eine reine Grundschule transparent darstellen. Den Parteien sei es wichtig, bereits frühzeitig einen validen Plan für die Eltern des Stadtteils Dülken für einen dritten Grundschulstandort zu entwickeln.
Weiterhin beantragen die Parteien die Prüfung der Etablierung eines Familiengrundschulzentrums am neuen Grundschulstandort. „Aus unserer Sicht bietet der Standort optimale Bedingungen für die Errichtung einer solchen Einrichtung. Hilfreich sind dabei die benachbarten Kitas auf der Heesstraße, sowie das Jugendzentrum ALO. Auch die großzügige Gebäudestruktur des Schulstandortes mit der anliegenden Turnhalle bieten beste räumliche Bedingungen zur Errichtung des ersten Familiengrundschulzentrums in diesem Stadtteil und kann als Pilotprojekt für die weiteren Stadtteile in Viersen betrachtet werden“, erläutern CDU, SPD und FDP.
Den Abschluss des Antrags bildet eine Prüfung für diesen Standort als Modelprojekt im Bereich der Randzeitenbetreuung innerhalb des OGS-Bereichs. Die Parteien sind sich einig: „Beim zukünftigen Rechtsanspruch gepaart mit der zu erwartenden steigenden beruflichen Beschäftigung innerhalb von Familien, dürfte eine Etablierung eines Modelversuchs vorteilhaft sein. Der anvisierte Grundschulstandort bietet dort heute schon die räumlichen Möglichkeiten für einen erweiterten OGS-Betrieb.“ (nb)



