Die Feuerwehr Viersen war aufgrund des massiven Starkregens am Dienstag, 9. September 2025, rund 10 Stunden im Großeinsatz. 120 Einsatzkräfte arbeiten an 55 Einsatzstellen im gesamten Stadtgebiet ab. Die städtischen Betriebe mussten vorübergehend einzelne Straßenabschnitte sperren.
Viersen – Die ersten Notrufe gingen kurz nach 4 Uhr in der Nacht bei der Leitstelle ein. Die Feuerwehr Viersen besetzte sofort die örtliche Feuerwehr-Einsatzleitung, um die zu erwartenden Einsätze zu koordinieren und planmäßig abzuarbeiten. Erkundungsfahrzeuge waren in allen Stadtteilen unterwegs, um zu erkennen, welche Einsätze in welcher Reihenfolge notwendig waren.
In allen Stadtteilen waren Keller vollgelaufen. Teilweise steht das Wasser bis unter die Decke zum Erdgeschoss. Hier setzte die Feuerwehr schweres Gerät ein. In den Fällen, in denen das Wasser weniger als 15 Zentimeter hoch stand, konnte die Feuerwehr nicht helfen. Bei solch niedrigen Wasserständen arbeiten die Feuerwehrpumpen nicht wirksam. In solchen Situationen müssen sich die Verantwortlichen für das Haus selbst um die Schadensbeseitigung kümmern.
Ein besonders betroffener Punkt war die Bachstraße. Dort droht ein Regenrückhaltebecken überzulaufen. Die Fahrbahn steht auf voller Breite unter Wasser. In der Umgebung finden sich zahlreiche Keller voll. Einige Betroffene konnten sich dank eigener Pumpen, die sie nach der Erfahrung früherer Unwetter beschafft hatten, selbst helfen. In manchen Häusern steht das Wasser jedoch bis zu 50 Zentimeter hoch.

Am Paulusstift an der Heierstraße gab eine Wand unter dem Druck der Wassermassen nach. Die Feuerwehr Viersen konnte durch starken Pumpeneinsatz verhindern, dass der große Schaden noch größer wurde.
Auf einem Bauernhof in Hausen waren 2000 Schweine in Gefahr. Die Feuerwehr unterstützte den Landwirt unter anderem mit Schläuchen, so dass das Wasser in größerer Entfernung weggepumpt werden konnte.
Auf der Viersener Seite des Grenzwegs wurde ein Hof mit Sandsäcken versorgt. Die Niers war innerhalb kurzer Zeit stark angestiegen und über das Ufer getreten. Entlang der Niers sind bestimmte Wege noch gesperrt. Sie werden freigegeben, sobald wieder Gefahrlos passieren kann.
Die städtischen Betriebe mussten vorübergehend einzelne Straßenabschnitte sperren, die überflutet waren. Andere Straßen könnten nur im Schritttempo passieren. Häufig waren die Einläufe der Senken an der Oberfläche durch Laub verstopft, sodass das Wasser nicht ablaufen konnte. Die Städtischen Betriebe riefen deshalb dazu auf, die Einläufe frei zu fegen.
Die Feuerwehr Viersen empfiehlt in diesem Zusammenhang, sich frühzeitig über Maßnahmen zur Unwettervorsorge zu informieren. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) bietet auf seiner Internetseite umfassende Informationen. (opm)





