Im Rahmen des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts für Viersen-Süchteln wird der Abschnitt der Fußgängerzone rund um die Tönisvorster Straße grundlegend umgestaltet und qualitativ aufgewertet. Ziel ist es, die Innenstadt nicht nur funktional zu erneuern, sondern sie als Aufenthaltsraum erlebbar zu machen – barrierearm, sicher und einladend.
Von RS-Redakteur Dietmar Thelen
Viersen-Süchteln – Der Schwerpunkt der Arbeiten liegt bewusst auf dem Eingangsbereich der Fußgängerzone. Wer aus Richtung Ostring oder Lindenplatz kommt, soll künftig bereits am Übergang spüren: Hier beginnt der zentrale Stadtraum. Neue Pflasterflächen strukturieren den Boden, Baumbeete bringen noch mehr Grün zurück in die Straße, und moderne Stadtmöbel laden zum Verweilen ein. Ergänzt wird dies durch eine erneuerte Entwässerung, die künftig unsichtbar, aber wirkungsvoll Regenwasser ableitet.
Ein zentrales Element der Neugestaltung ist die Beleuchtung. Sie wird vollständig erneuert und so ausgerichtet, dass Orientierung erleichtert und das Sicherheitsgefühl gestärkt wird – gerade in den Abendstunden. Hinzu kommt ein taktiles Leitsystem, das in die Bewegungsflächen integriert wird und Menschen mit Sehbeeinträchtigungen eine sichere Führung durch den Bereich ermöglicht.
So umfangreich die Arbeiten sind, so klar ist das Ziel: Geschäfte und Wohnungen sollen während der gesamten Bauzeit erreichbar bleiben. Dafür wird entlang der Fassaden ein durchgehender Bewegungsbereich mit einer Breite von 1,50 Metern freigehalten. Dieser Korridor dient als Gehweg und muss während der Bauarbeiten konsequent frei bleiben.
Das bedeutet konkret: Infostände, Kundenstopper, Warenauslagen und sonstiges Ausstellungsmobiliar dürfen diesen Bereich nicht einengen. Auch Markisen müssen während der Bauzeiten eingefahren bleiben. Diese Maßnahmen sind notwendig, um einen sicheren und reibungslosen Zugang zu gewährleisten – für Kundinnen und Kunden ebenso wie für Anwohnerinnen und Anwohner. Die verbindliche Abstimmung hierzu erfolgt direkt mit der ausführenden Baufirma, der Theo Lücker. Die Einrichtung der Baustelle ist ab dem 5. Januar 2026 vorgesehen.
Die Umgestaltung erfolgt in drei klar definierten Bauabschnitten, um die Eingriffe überschaubar zu halten und die Abläufe zu strukturieren. Erster Bauabschnitt: Den Auftakt bildet die Neugestaltung der Pflasterfläche im Bereich vor der Hausnummer Tönisvorster Straße 2, dem Standort der ehemaligen Deutschen Bank. Hier wird der Untergrund vollständig erneuert und an das neue Gestaltungskonzept angepasst.
Zweiter Bauabschnitt: Anschließend folgen die Herstellung der Baumbeete sowie der Einbau der Entwässerungsrinne und des taktilen Leitsystems. Diese Arbeiten beginnen voraussichtlich am Lindenplatz und ziehen sich in Richtung Ostring. Schritt für Schritt entsteht so die neue funktionale Infrastruktur unter den Füßen der Passanten.
Dritter Bauabschnitt: Zum Abschluss wird der Eingangsbereich der Fußgängerzone im Bereich der Hausnummern 9 und 10 umgestaltet. In dieser Phase ist der Zugang zur Hausnummer 10 nur eingeschränkt möglich. Zudem ist der Zugang zur Fußgängerzone aus Richtung der Volksbank vorübergehend gesperrt. Diese Sperrung wird etwa vier bis sechs Wochen andauern.
Baustellen bringen Einschränkungen mit sich – Staub, Geräusche, Umwege. Doch sie sind auch ein Versprechen. In Süchteln bedeutet dieses Versprechen: mehr Grün, bessere Orientierung, höhere Aufenthaltsqualität und eine Fußgängerzone, die den Anforderungen einer modernen Innenstadt gerecht wird, ohne ihren Charakter zu verlieren. Der Umbau beginnt Anfang Januar 2026 und markiert einen weiteren wichtigen Schritt in der langfristigen Entwicklung des Stadtzentrums. Was heute noch eine Baustelle ist, soll morgen ein Ort sein, an dem man sich gern aufhält – zum Einkaufen, zum Begegnen, zum Verweilen. (dt)





