Vorsicht vor Facebookfakeseiten: Wie sich eine „Audi-Fanseite“ zur „Aldi-Unternehmensseite“ wandelt

Fakeseiten auf Facebook sind immer noch auf der Jagd nach neuen Gefällt-mir-Angaben und persönlichen Daten – und immer noch fallen tausende von Usern auf diese Gefahr herein. Denn nicht nur, dass hier persönliche Daten wertvoll verkauft werden, auch ein Facebook-Profil-Hack kann zu den ungewollten Ergebnissen gehören. 

Faktenfinder – Im Impressum der Seite wird angegeben, dass es sich um eine Fanpage zum Autokonzern AUDI handelt, sogar eine Webseite mit dem Namen „audifansworldwide.de/imprint“ wird angegeben. Doch das Profilbild beinhaltet das Aldi-Logo inklusive eines angeblichen Gewinnspiels.
Sie haben hier mitgemacht? Herzlichen Glückwunsch, denn dann sind Sie auf eine Fakeseite hereingefallen die übrigens auch nur diesen einen Aldi-Gewinnspiel-Post enthält, aber dafür Audi-Seiten selbst in seinen Gefällt-mir-Angaben hat.

Screenshot: Rheinischer Spiegel

Die Namen Audi und Aldi sind ja auch recht ähnlich, also was soll’s denn das fällt den meisten erst gar nicht auf. Doch worum geht es eigentlich? Zunächst geht es um Aufmerksamkeit und um viele, viele Gefällt-mir-Angaben.

Aldi Süd hat sich bereits in einer Stellungnahme von dem Gewinnspiel distanziert.
Screenshot: Rheinischer Spiegel

Da lohnt sich dann auch ein Blick auf die Geschäftsbedingungen zum „Gutschein“: Jeder Coupon wird durch einen Code identifiziert und hat unterschiedliche Belohnungen. Der Kläger kann während der Buchungsphase über die gewünschte Belohnung entscheiden, während er an die Bedingungen gebunden ist, die mit der Einlösung des Gutscheins verbunden sind.

Bereits beim Eintreten auf die Seite wird der Gewinn versprochen, der Teilnehmer getäuscht. Dabei muss der Teilnehmer das Gewinnspiel teilen, wodurch der enorme Effekt der Verteilung zustande kommt. Irgendwann kommt dann eine Nachricht mit einem Link der zum angeblichen Gewinn auf ein Werbe-Programm (Affiliate-Programm) führt. Diese Verlinkung ist nach der aktuellen Gesetzgebung rechtswidrig, denn hier werden Daten mit einer Provision vergütet. Möglich ist ebenfalls das Auslesen der Daten über das Gerät des Teilnehmers. Welches Provisionsprogramm aufgerufen wird hängt deshalb meist von den Daten des Teilnehmers selbst ab, so wird eine Partnerwebseite gesucht die die Vorlieben des Teilnehmers beinhaltet. Von einer unrechtmäßigen Datensammlung bis hin zu einer Abofalle – alles ist möglich. (cs) 

Screenshot: Rheinischer Spiegel

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