Mit einem stimmungsvollen Jungschützenball ist am gestrigen Freitag das Schützen- und Heimatfest der St. Hubertus Bruderschaft Viersen-Oberbeberich 1893 e.V. in seine Festtage gestartet. Zum ersten Mal seit drei Jahren kehrte das Fest wieder an seinen traditionellen Standort an der Weiherstraße zurück – das Festzelt erstrahlt nun dort in festlichem Glanz, eingerahmt vom Sportplatz und dem Duft frisch gebackener Leckereien aus der „Leckerbude“.
Von RS-Redakteurin Sabrina Köhler und Martin Häming
Viersen – Wenn das Sommerbrauchtum ruft, dann kommen alle gerne und so strömten bereits am frühen Abend die Gäste und befreundete Bruderschaften in großer Zahl auf den Platz. Das Wiedersehen vieler bekannter Gesichter aus der Nachbarschaft mischte sich mit dem frohen Lachen der jüngeren Generation. Als die Musik einsetzte war schnell klar: Hier wird nicht nur Tradition gepflegt, sondern auch ausgiebig gefeiert. Die Cocktailbar sorgte für sommerlich-fruchtige Erfrischungen. Apropos Musik, die wollen wir auf keinen Fall vergessen, schließlich ließ die Band Zeltgeflüster das Festzelt gekonnt erbeben.

Applaus erhielt Bruderschaftskönig Klaus Böken, mit seinen beiden Söhnen Henrik und Lucas an seiner Seite. Nicht nur diese familiäre Konstellation verleiht der besonderen Ehre eine persönliche, heimatliche Wärme, die weit über das Königshaus hinaus strahlt. Schließlich spiegelt sich auch in den Nachwuchsgruppen diese enge Verbundenheit wider: Prinzessin Hannah-Sophie Pergens regiert gemeinsam mit ihrem Bruder Jann-Julian und Minister Henrik Tennie, während Schülerprinz Finn Gormanns und Zwergenprinzessin Marie Gormanns ebenfalls familiäre Unterstützung genießen.
Für die Bruderschaft ist 2025 ein besonderes Jahr: Erstmals organisiert sie das Fest ohne externen Zeltwirt. Geschäftsführer Dominik Hendriks betonte am Rande des Abends: „Das hier ist echtes Teamwork. Jeder packt mit an – und genau das macht unser Fest aus.“ Die positive Resonanz der Gäste bestätigte diesen Mut zur Eigenständigkeit. Präsident Hans-Willi Pergens fasste den Geist der Veranstaltung gestern treffend zusammen: „Dieses Fest lebt von den Menschen, die zusammenkommen – ob als Bebericher, Gast oder einfach als Freund unserer Bruderschaft. Jeder ist willkommen, mitzufeiern.“

Nach dem erfolgreichen Auftakt am Freitag steht der Samstag ganz im Zeichen von Glanz, Musik und Tanz. Am frühen Abend marschieren die Schützen in festlicher Uniform auf, um gemeinsam mit ihren Damen zum großen Königsgalaball einzuziehen. Die Band „Teamwork“ wird das Zelt mit einem abwechslungsreichen Repertoire füllen – von klassischen Tanzrhythmen bis zu modernen Partyhits. Zwischen funkelnden Lichtern, festlich gedeckten Tischen und fröhlichem Stimmengewirr wird bis tief in die Nacht gefeiert.
Der Sonntagmorgen beginnt besinnlich: Um Punkt 9.30 Uhr formieren sich die Schützen an der Kirche St. Peter Bockert zum feierlichen Festhochamt. Die Messe wurde vom Liturgiekreis sorgfältig vorbereitet – eine Tradition, die jedes Jahr für gespannte Erwartung sorgt. Im Anschluss ziehen die Schützen in strammer Formation durch den Ort, vorbei an geschmückten Häusern, bis zum Ehrenmal. Dort erklingt der Zapfenstreich – ein stiller Moment, der den Festcharakter mit einer Note des Gedenkens verbindet. Danach lockt der musikalische Frühschoppen im Zelt, gestaltet vom Musikverein Herongen.

Der Montag schließlich gehört mit dem Dorffest allen, die gerne gemeinsam ausklingen lassen. Ab dem frühen Abend verwandelt sich der Festplatz in eine gesellige Freiluftwirtschaft, in der die Band „Good Vibes“ für lockere Stimmung sorgt. Inmitten von Musik, Gelächter und dem letzten Tanz klingt das Schützen- und Heimatfest aus – nicht ohne das Versprechen: Nächstes Jahr sehen wir uns wieder.
Wer also das Wochenende noch ohne festen Plan begonnen hat, findet in Oberbeberich eine perfekte Mischung aus Tradition, Musik, Geselligkeit und kulinarischem Genuss. (sk)





