Wickraths Mitte wird l(i)ebenswert

Wickraths öffentliche Räume aufwerten, die Wohnqualität verbessern und den Zusammenhalt im Quartier stärken. Diese und weitere Ziele verfolgt das Integrierte Handlungs- und Entwicklungskonzept (IHEK) Wickrath, daß der Stadtrat jetzt beschlossen hat.

 

Mönchengladbach – Das Konzept dient als planerische Direktive für die weitere Entwicklung von Wickrath-Mitte und umfasst ganz unterschiedliche Maßnahmen. So sollen etwa gezielt Treffpunkte für Jugendliche eingerichtet werden, aus dem alten Friedhof eine öffentliche Grünfläche entstehen oder der Marktplatz umgestaltet werden.

Bereits im Mai war der Konzeptentwurf in der Bezirksvertretung und im Fachausschuss vorgestellt worden. Im Juni konnten sich Bürgerinnen und Bürger bei einer Projektmesse in der Adolf-Kempken-Halle zum wiederholten Male einbringen. Online war eine Beteiligung ebenfalls möglich. „Die Weiterentwicklung eines Stadtteils kann nur im Zusammenspiel aus Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit funktionieren. Das Feedback, die Ideen und Anregungen der Bürgerinnen und Bürger sind für uns elementar“, betont Stadtdirektor und Technischer Beigeordneter Dr. Gregor Bonin.

Bei der Projektmesse wiesen die Teilnehmenden etwa darauf hin, bei der Erneuerung des Marktplatzes die Belange der Schützen zu berücksichtigen und bei der Umgestaltung der Quadtstraße die dortige Grundschule mit einzubeziehen. Auch viele ganz konkrete Tipps wurden von der Stadtverwaltung aufgenommen und für die spätere Projektumsetzung vorgemerkt, etwa die Notwendigkeit von Strom- und Wasseranschlüssen für den Wochenmarkt. „Bei der konkreten Umsetzung der Maßnahme werden die Bürgerinnen und Bürger erneut beteiligt“ sagt Pia Scheloske aus der Abteilung Stadterneuerung und Stadtentwicklung. „So haben wir erste Anhaltspunkte, worauf wir bei den Planungen achten sollten.“

39 Maßnahmen in sechs Handlungsfeldern

Unter dem Leitbild „L(i)ebenswerte Mitte Wickrath“ werden im IHEK Maßnahmen aus den Handlungsfeldern „Stadtbild und Öffentlicher Raum“, „Wohnen“, „Lokale Ökonomie“, „Grünflächen und Klima“, „Soziales, Freizeit und Kultur“ sowie „Mobilität“ gebündelt. Entsprechend vielseitig sind die insgesamt 39 Vorhaben, zu denen beispielsweise auch die Reduzierung des Durchgangsverkehrs, die Verbindung von Grünflächen und öffentlichen Räumen oder ein eigenes Quartiersmanagement für Wickrath gehören.

Mit dem Ratsbeschluss ist die Entwicklung des IHEK Wickrath-Mitte nun abgeschlossen. Der erste Entwurf für das Konzept wurde ab 2019 im Rahmen einer Hochschulkooperation von Studierenden der TU Dortmund in enger Abstimmung mit dem Fachbereich Stadtentwicklung und Planung entworfen und anschließend durch ein externes Planungsbüro qualifiziert.

Einige der Maßnahmen befinden sich bereits in Umsetzung, etwa die Entwicklung von Baugebieten oder eines Nachhaltigen Gewerbegebiets „Nierstätten“. Für einen Großteil der zusätzlichen Maßnahmen eröffnet sich voraussichtlich ab Mitte des Jahrzehnts eine Umsetzungsperspektive. Bis dahin sollen die Maßnahmen des Stadtumbauprogramms Rheindahlen abgeschlossen sein, sodass die benötigten Kapazitäten zur Verfügung stehen, um die Vision für eine „L(i)ebenswerte Mitte Wickrath“ wahr werden zu lassen.