Das Schützenfest der St. Notburga Schützenbruderschaft Viersen-Rahser 1705 e. V. steht kurz bevor. Am Wochenende kann endlich wieder das Schützen- und Heimatfest begangen werden. Im Vorfeld jedoch stand eine ganz besondere Gruppe der Bruderschaft im Mittelpunkt.
Von RS-Redakteurin Nadja Becker
Viersen-Rahser – In den letzten zwei Jahren zwang die weltweite Pandemie das Sommerbrauchtum fast auf null herunterzufahren. Es ist keine leichte Aufgabe nun alle Brauchtumsfreunde wieder zu aktivieren. Was sich hier und da schwierig gestaltet, hat das Sappeur-Corps der St. Notburga Schützenbruderschaft mit Bravour gemeistert, die am vergangenen Wochenende nicht nur situationsbedingt im kleinen Rahmen ihren traditionellen Sappeurbaum setzten, sondern auch in einer starken Gemeinschaft ihr 40-jähriges Jubiläum begingen.
Mit einem lachenden und einem weinenden Auge wurde das traditionelle Aufstellen begangen, doch mit Blick auf die immer noch hohen Coronawerte für die Sappeure die einzig richtige Entscheidung. Dafür durfte am Abend mit Mitgliedern, Rahser Vereinen und anderen Gruppierungen der St. Notburga Bruderschaft gefeiert werden. Neben deftigem Essen und viel flüssigem Gold sorgte DJ Möhrchen für die passende musikalische Untermalung.

40 Jahre – eine lange Zeit die es verdient hervorgehoben zu werden. Schließlich waren die Sappeure in ihrem Gründungsjahr 1982 eine Besonderheit. Ein Corps in dieser Form war nur im Düsseldorfer und Neusser Raum bekannt – und überhaupt, schon die blauen Uniformen und der komische Kopfschmuck.
Die eigenen Bruderschaftler, die in grüner Uniform bekannt waren, wussten zunächst nicht so recht was das werden sollte. Eine Gläserbürste auf dem Kopf, ein Tschako – ein Beil – statt einem Gewehr … das neue Corps war revolutionär.

Noch heute ist das Gründungsmitglied Fritz Häming als Major aktiv dabei, längst hat auch die nächste Generation ihren Platz mit dem Fahnenoffizier Martin Häming gefunden. Eine Gruppe innerhalb der Bruderschaft, die stets mit helfenden Händen dabei ist und dem geselligen Beisammensein, dem Zusammenhalt und der Fürsorge mit- und untereinander höchste Priorität einräumt.
So kamen die Gäste gerne, als die Sappeure zur Jubiläumsfeier riefen, nicht wenige von ihnen waren in den vergangenen Jahrzehnten bereits in den Genuss der Hilfsbereitschaft der Bruderschaftler mit den blauen Uniformjacken und weißen Hosen gekommen.

Schließlich wussten die Sappeure von Anfang an alle Familienmitglieder in die Gemeinschaft der großen Schützenfamilie zu integrieren, weshalb die Gruppe viel größer ist, als bei den Schützenfesten sichtbar. Viele passive Mitglieder unterstützen die Brauchtumsliebe der Aktiven, die aktuell aus zehn Herren besteht und dessen Mitglied Roman Holtmanns in diesem Jahr zu den Zugmajestäten gehört.
Wer die Sappeure einmal kennenlernen möchte, der darf gerne „schnuppern“. Ansprechpartner ist Fritz Häming über die Telefonnummer 02162 8905419 oder die Mailadresse m.haeming@gmx.de. (nb)





