Schützen feierten mit der St. Notburga Bruderschaft

Traditionell wird im Rahser mit dem Schützen- und Heimatfest der St. Notburga Bruderschaft das letzte Schützenfest in Alt-Viersen gefeiert, mit welchem die Schützenfestsaison endet. Nicht nur die Parade, sondern auch die Veranstaltungen der Bruderschaft zogen Besucher aus der ganzen Region an.
Von RS-Redakteurin Claudia-Isabell Schmitz

Viersen-Rahser – Ein letztes Mal für ein Schützen- und Heimatfest in Alt-Viersen in diesem Jahr hatten die Bruderschaften ihre Uniformen auf Hochglanz gebracht und waren ins Rahser gekommen um dort an den Veranstaltungen der St. Notburga Schützenbruderschaft Viersen-Rahser 1705 e. V. teilzunehmen. Die Königswürde in diesem Jahr gebührte Christoph Oymanns, der sich an seine Seite Uwe Claßen und Hermann Josef Peiffer als Minister und als Königsadjutant Markus de Ryck genommen hatte. Ein Königshaus, welches in diesem Jahr allerdings auch von einem dunklen Schatten begleitet wurde, denn die Bruderschaft verlor im Frühjahr ihre Königin Ulla Oymanns. Als lebenslustiger und freundlicher Mensch bekannt, immer ansprechbar und engagiert, war sie unerwartet gestorben und konnte so dieses besondere Ereignis nicht mehr miterleben.

Foto: Rheinischer Spiegel

Besonders gefreut hatte sie sich auf dieses Schützenfest an der Seite ihres Mannes, bei welchem zudem die 1984 gegründete Infanterie nicht nur bereits zum fünften Mal den König der Bruderschaft stellt, sondern auch ihr 35-jähriges Jubiläum feiert. Die Gruppe mit ihren strahlend blau-roten Uniformen marschiert traditionell am Ende der St. Notburga Bruderschaft. Nach vielen ereignisreichen Jahren ist zudem mittlerweile ein 2. Zug entstanden. Die Mitglieder sind Frauen, wodurch die Infanterie zu einer gemischten Gruppe wurde.

An der großen Parade, die gewohnt mit einer beeindruckenden Musikvorführung begann, nahmen traditionell allerdings auch weitere Majestäten teil. Die Würde der Bezirksschülerprinzessin gebührt Vanessa Fuß mit ihren Junkerinnen Melanie Häming und Lucia Knippel. Bezirksjungschützenprinz ist Marvin Büschges mit seinen Ministern Kevin Häming und Michel Orta. Bei den Sappeuren hatte mit dem 90. Schuss der stellv. Bezirksschützenmeister und Ehrenpräsident der St. Notburga Bruderschaft Wolfgang Genenger den Vogel heruntergeholt. „Jedes Schützenfest in allen Stadtteilen von Viersen hat seinen besonderen Reiz, aber meine jahrzehntelange Mitgliedschaft in St. Notburga hat mich in meinem Schützenwesen schon in jungen Jahren geprägt“, so Wolfgang Genenger. „Ich freue mich besonders darüber, dass ich nach 35-jähriger Mitgliedschaft bei den Sappeuren zum dritten Male die Zugkönigswürde erworben habe.“ Nicht vergessen werden sollte bei den Majestäten zudem der König des Viersener Tambour Corps 1925 e. V., Florian Spielhofen, der 225. Schüsse benötigte bis der Vogel endlich fiel. An seiner Seite seine Minister Sascha Gormanns sowie Philipp Paffrath und sein Königsadjutant Marc Schlüter.

Foto: Rheinischer Spiegel

Insgesamt sechs Musikgruppen begleitetend die Schützen, das Viersener Tambour Corps 1925 e. V., der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Tönisvorst – gegr. 1996, das Trommler- und Pfeiferkorps Unterbruch 1921 e. V., die Musikkapelle „Treu zur Musik“ Gerresheim und das Trommler- und Pfeifferkorps Effeld 1928 e. V. sowie der Instrumentalverein Effeld e. V. seit 1957.

Sein Ende findet das Schützen- und Heimatfest im Rahser am Montag mit dem Dorfabend im Schützenzelt. Bei einem Eintritt von 5 Euro begrüßt die Bruderschaft neben einem bunten Programm aus den eigenen Reihen und der Tanz- und Partyband „Farbton“ ebenfalls Gäste aus Köln. Nicht nur im Karneval sind die „Boore“ auf den Bühnen der Region zu Hause, auch im Rahser werden sie sicherlich zeigen, dass sie die Schützen von den Stühlen reißen. (cs)

Foto: Rheinischer Spiegel