Mit einem stimmungsvollen Festsonntag fand das diesjährige Schützen- und Heimatfest der Maria Empfängnis Bruderschaft Süchteln-Vorst 1665 e.V. seinen Höhepunkt.
Von RS-Redakteurin Claudia-Isabell Schmitz und Rita Stertz
Viersen-Süchteln – Mit viel Herzblut beschrieb Bezirksbundesmeister Arno Weyers bereits in seinem Grußwort den langen Weg von der Königsermittlung im Juli 2024 bis hin zum Fest. Er schilderte eindrucksvoll den Moment, als Michael Zangers den entscheidenden Schuss abgab und zum König wurde – ein unerwarteter und umso schönerer Moment für die Bruderschaft.
Weyers würdigte besonders die organisatorische Leistung des Vorstandes und die vielen helfenden Hände, die das Fest überhaupt erst möglich gemacht haben – trotz der heutigen Herausforderungen bei Musik, Finanzierung und Traditionserhalt.

Am Festsonntag wurde diese gemeinsame Anstrengung dann auch sichtbar: Bereits am frühen Morgen traten die Züge am Festzelt an, um den König mit großem Gefolge zur Kirche zu geleiten. Der Wortgottesdienst, musikalisch gestaltet vom Kirchenchor St. Franziskus, bildete den geistlichen Höhepunkt, gefolgt von der feierlichen Kranzniederlegung.

Beim Frühschoppen im Festzelt wurden dann schließlich treue und verdiente Mitglieder der Bruderschaft geehrt – ein Moment, der den tiefen Respekt vor dem Ehrenamt widerspiegelte. Für ihre besondere Leidenschaft für das Schützenbrauchtum erhielt Marika Heckers das St. Sebastianus Ehrenkreuz, Manfred Bauten konnte den Hohen Bruderschaftsorden stolz entgegennehmen. Und am Mittag marschierten schließlich zahlreiche Gastbruderschaften aus dem Verband, u.a. aus Sittard, Dornbusch, Hagenbroich-Windberg und Hagen, gemeinsam durch den Ort.
Den Ausklang fand das Fest bei Musik vom DJ, kühlen Getränken und geselligem Miteinander im Festzelt an der Franziskusstraße – mit freiem Eintritt, offen für alle Bürgerinnen und Bürger. Eben ein Fest für alle Sinne und für alle Generationen.

Vorsitzende Marika Heckers betonte in ihrem Grußwort die große Hoffnung auf rege Teilnahme und das Miteinander … sie sollte nicht enttäuscht werden: „Endlich wieder Schützenfest!“ – ein Ausdruck der Erleichterung und Freude nach entbehrungsreichen Jahren. Auch Schützenkönig Michael Zangers, der nach einem spannenden Vogelschuss 2024 mit dem 198. Schuss die Königswürde errang, zeigte sich stolz und dankbar.

Diakon Klemens Kölling verlieh dem Fest hingegen einen nachdenklichen, spirituellen Rahmen. In seinen Worten erinnerte er daran, dass Feiertage nicht nur zur Erholung dienen, sondern auch zur Dankbarkeit und Gemeinschaft.
„Das Leben ist ein Geschenk, das uns nicht nur zum Arbeiten gegeben wurde“, so Kölling und betonte, wie wichtig gemeinsame Feste wie dieses sind, um Dankbarkeit für Gesundheit, Gemeinschaft und Glaube zum Ausdruck zu bringen. Die Feier des Wortgottesdienstes, zu der am Sonntagmorgen die Schützen zogen, war dafür ein symbolträchtiger Ausdruck. (cs)





