Eine Radtour in die Süchtelner Höhen

Diese 41 Kilometer lange Radroute startet an der katholischen Pfarrkirche St. Godehard in Tönisvorst-Vorst und führt in die Süchtelner „Berge“.

Region – Es geht zunächst Richtung Norden zum Knotenpunkt (KP) 79. Auf dem Weg zum KP 7 verläuft die Tour über die ehemalige Bahnstrecke Süchteln – Tönisvorst. Im Volksmund wird dieser Abschnitt auch „Schlufftrasse“ genannt. Hier sind bis ins Jahr 1951 noch Personenzüge zwischen Krefeld und Süchteln gependelt. Die Radelnden fahren über den KP 35 und erreichen KP 96 in Viersen-Süchteln.

Ab hier erklimmen die Teilnehmenden auf zum Teil unbefestigten Wegen die rund 90 Meter hohen Süchtelner Höhen. Als schnell erreichbarer Grünzug sind sie ein idealer Ort für einen Ausflug in die Natur. Etwas abseits der Route befindet sich im Waldgebiet das Wahrzeichen von Süchteln – die Irmgardiskapelle, die im Jahr 1664 zu Ehren der Schutzheiligen Irmgard erbaut worden ist.

Erneut auf der Strecke geht es bergab über den KP 66 zum KP 54. Vorbei an Feldern und Äckern verläuft die Tour auf Wirtschaftswegen zum KP 93. Die Radelnden durchqueren das Naturschutzgebiet Bockerter Heide. Dort wurden in der Vergangenheit in den sogenannten „Flachskuhlen“ Pflanzenfasern für die Textilproduktion gewonnen. Die Kuhlen sind heute noch zu erkennen. Das Naturschutzgebiet dient der Erhaltung der abwechslungsreichen Kulturlandschaft und des strukturreichen Waldgebietes als Lebensraum wildwachsender Pflanzen und Tiere.

Auf zum Teil unbefestigten Wegen geht es durch den Ortsteil Bötzlöh zum KP 11. Von hier führt die Route durch den Ortsteil Helenabrunn zum KP 57 im Landschaftsschutzgebiet Niersniederung. Die Teilnehmenden gelangen über ruhige Wege entlang der Niers zum KP 49 in Willich-Neersen. Mit etwas Glück kann hier der Eisvogel beobachtet werden.

Im weiteren Verlauf erreichen die Radelnden den KP 19 im Ortskern in Willich-Anrath. Cafés und Eisdielen laden hier zu einer kurzen Rast ein. Es geht durch das Zentrum zum KP 73 am Bahnhof in Willich-Anrath. Anschließend verläuft die Route durch den Ortsteil Kehn und vorbei am ehemaligen Rittersitz und Bergfried Gelleshof aus dem 18. Jahrhundert. Er gehört zu den ältesten Höfen in Tönisvorst.

Auf dem Weg zum KP 76 in Tönisvorst passieren die Radfahrenden Groß Lind. Hierbei handelt es sich um einen mittelalterlichen Schöffenhof mit Parkanlage, in der sich eine achteckige Rundscheune aus dem 18. Jahrhundert befindet. Napoleon soll hier einst genächtigt haben.
Vom KP 76 im Landschaftsschutzgebiet Anrather Bach/Kehn führt die Tour nach Norden. Die Teilnehmenden radeln durch Tönisvorst und erreichen den KP 77. Von hier geht es über die ehemalige Bahntrasse an Feldern und Obstwiesen vorbei erneut zum KP 79. Die Radelnden fahren zurück in Richtung Tönisvorst-Vorst und erreichen den Ausgangspunkt des Rundkurses an der Pfarrkirche St. Godehard.

Die Knotenpunkte zum Nachradeln
Parkplatz an der Pfarrkirche St. Godehard in Tönisvorst-Vorst – 79 – 7 – 35 – 96 – 66 – 54 – 93 – 11 – 57 – 49 – 19 – 73 – 76 – 77 – 79 – Parkplatz an der Pfarrkirche St. Godehard in Tönisvorst-Vorst (opm)