Südliches Flair trotzte nordischem Wetter: Regen? Egal! Dülken tanzte unter italienischem Himmel

Auch wenn der Sommerabend am vergangenen Samstag eher norddeutsch daherkam und Petrus immer wieder für nasse Grüße von oben sorgte, ließ sich Dülken die Stimmung nicht vermiesen. Ganz im Gegenteil: Der Alte Markt verwandelte sich trotz Regenschauern in ein quirliges, lebendiges Stück Südeuropa – ganz getreu dem Motto: „Benvenuti Nella Notte Italiana“.
Von RS-Redakteurin Sabrina Köhler und Rita Stertz

Viersen-Dülken – Bereits am frühen Abend strömten zahlreiche Besucherinnen und Besucher auf den zentralen Platz in der Dülkener Altstadt. Mit Regenschirmen bewaffnet nahmen sie Platz an den langen Bierzeltgarnituren, lachten, plauderten und genossen das südländische Ambiente. Auf der Bühne prangte neben dem Sponsoren-Banner der NEW der einladende Schriftzug in italienischer Sprache – und war Programm für den gesamten Abend.

Foto: Rheinischer Spiegel/Rita Stertz

Mit sichtlicher Freude und großer Herzlichkeit eröffnete Ortsbürgermeisterin Simone Gartz feierlich die 11. Mediterrane Nacht in Viersen. In ihrer Begrüßungsrede wandte sie sich mit warmen Worten an die zahlreich erschienenen Gäste und betonte die besondere Bedeutung dieses festlichen Abends für das Gemeinschaftsgefühl in der Stadt. Sie würdigte in besonderem Maße das bemerkenswerte Engagement der örtlichen Gastronomiebetriebe sowie des Citymanagements der Stadt Viersen, die mit viel Einsatz und Leidenschaft die Organisation dieser traditionsreichen Veranstaltung übernommen hatten. Ihr gemeinsames Wirken habe entscheidend dazu beigetragen, dass die Mediterrane Nacht erneut zu einem Höhepunkt im Veranstaltungskalender werden konnte.

Für das leibliche Wohl sorgten wie gewohnt die Gastronomen rund um den Alten Markt. Die Eiscafés Epoca und Sicilia lockten mit italienischen Klassikern, während die Schnitzelschmiede Viersen, das Alma 3, Chuck’s Diner, die Pizzeria San Marco und Pizza Cab eine geschmackvolle Reise durch die mediterrane Küche präsentierten – von frisch belegten Flammkuchen über knusprige Pizza bis hin zu Spezialitäten vom Grill. Der Dülkener Weinhandel Wein Gang schenkte edle Tropfen aus und an einem zusätzlichen Cocktailstand konnte man sich fruchtige Drinks mixen lassen. Getreu dem Motto: „Alles Dülkener für Dülken.“

Foto: Rheinischer Spiegel/Rita Stertz

Musikalisch verwandelte sich der Alte Markt in eine italienische Piazza mit südländischem Lebensgefühl. Den Auftakt machte das Duo Fortuna, das bereits in den frühen Abendstunden für ausgelassene Stimmung sorgte – und später nochmals als DJ-Team zurück auf die Bühne kehrte.

Einer der Höhepunkte war das Eros-Ramazzotti-Double, das mit Hits wie „Se Bastasse Una Canzone“ und „Cose Della Vita“ die Menge zum Mitsingen brachte. Es folgte ein mit Spannung erwarteter Auftritt des Adriano-Celentano-Doubles, das – wie es Tradition geworden ist – seinen Auftritt mitten in der Menge begann. In roten Hosenträgern tanzte und sang er sich durch Klassiker wie „Azzurro“ und „Susanna“.

Als Überraschungsgast sorgte das Gianna-Nannini-Double für Begeisterung. Mit rauchiger Stimme und voller Energie brachte sie Songs wie „America“, „Latin Lover“ und „Bello e Impossibile“ auf die Bühne – Gänsehaut und Applaus waren garantiert.

Foto: Rheinischer Spiegel/Rita Stertz

Trotz des unbeständigen Wetters war die Atmosphäre durchweg heiter, ja sogar ausgelassen. Die Besucherinnen und Besucher tanzten, sangen und genossen einen Abend, der einmal mehr bewies: Dülken versteht es, mediterranes Lebensgefühl authentisch zu feiern. „Wir kommen jedes Jahr – und lassen uns auch vom Regen nicht abschrecken“, erzählte Petra B., die gemeinsam mit Freunden aus Süchteln gekommen ist. „Sobald die Musik spielt ist der Himmel sowieso vergessen!“

Auch der 23-jährige Luca K. aus Dülken zeigte sich begeistert: „Ich finde es mega, dass es solche Events direkt vor der Haustür gibt. Das Celentano-Double war mein Highlight – der hat richtig abgeliefert.“  Oh ja, die Mediterrane Nacht ist längst mehr als nur ein Sommerfest – sie ist gelebte Kultur, ein Fest der Gemeinschaft und ein Beweis dafür, dass man auch im Regen ein Stück Italien nach Hause holen kann.

Arrivederci – bis zum nächsten Jahr! (sk)

Foto: Rheinischer Spiegel/Rita Stertz