Für massive Verärgerung sorgt bei vielen Viersener Bürgerinnen und Bürgern die Entfernung der Ampelanlage an der Kreuzung Remigiusstraße-Petersstraße. Deshalb haben sie eine Petition an die Stadt gerichtet, diese wieder zu errichten. Die Viersener FDP unterstützt dieses Anliegen.
Viersen – Werner Dingel, der verkehrspolitische Sprecher der FDP im Rat, merkt an: „Diese Kreuzung liegt auf dem Schulweg von vier Schulen: Erasmus, Clara, Remigius, Körner. Die Ampeln haben die Schülerinnen und Schüler geschützt!“
Die Begründung für die Entfernung der Ampel kann Dingel nicht akzeptieren: Die Remigiusstraße ist eine Einbahnstraße, die in beiden Richtungen für Fahrräder freigegeben ist. Nach genauer Auslegung der Straßenverkehrsordnung müssten die aus dem südlichen Teil der Remigiusstraße kommenden Radfahrer an der Kreuzung absteigen, ihr Fahrrad nach rechts in die Petersstraße schieben und dort wieder aufsteigen. Das macht natürlich niemand, sondern die Radfahrer fahren einfach nach rechts durch. Und um diesem Treiben die Gesetzeswidrigkeit zu nehmen, ließ die Stadt in Abstimmung mit der Polizei die Ampelanlage entfernen. (Eine tatsächliche Gefährdung der Radfahrer lag nicht vor: die Kreuzung ist kein Unfallschwerpunkt und sie ist für Radfahrer in alle Richtungen hervorragend einsehbar.)
Frank a Campo, der schulpolitische Sprecher der Viersener Freidemokraten, ist als Mathematiker mit den Freuden der Genauigkeit bestens vertraut, aber diese Maßnahme macht ihn fassungslos: „Diese völlig überzogene Pedanterie führt zu einer Verschlechterung der Verkehrssituation der Schulkinder. Das ist jetzt schon der dritte aus Prinzipienreiterei geborene Viersener Schildbürgerstreich: Die Verschmälerung der Zebrastreifen, die Posse um den Radweg an der Lindenstraße, und jetzt die Entfernung der Ampelanlage. Hört auf damit!“ (opm)





