Die Viersener SPD läutete das Jahr mit einem Neujahrsfrühschoppen ein

Mit vielen Gesprächen, herzlichen Begegnungen und einem spürbaren Gemeinschaftsgefühl ist die Viersener SPD am Sonntag im Weberhaus in Süchteln in das neue Jahr gestartet.
Von RS-Redakteurin Claudia-Isabell Schmitz und Rita Stertz

Viersen-Süchteln – Der traditionelle Neujahrsfrühschoppen lockte zahlreiche Mitglieder, Freunde und Unterstützer der Sozialdemokratie ebenso an wie interessierte Bürgerinnen und Bürger, die die Gelegenheit nutzten, Politik einmal jenseits formeller Sitzungen zu erleben.

Foto: Rheinischer Spiegel/Rita Stertz

Schon zu Beginn füllte sich der Saal mit Leben. In kleinen Gruppen wurde diskutiert, gelacht und über aktuelle Themen aus Stadt und Politik gesprochen. Für einen besonderen Akzent sorgten die anwesenden Prinzenpaare und Dreigestirne aus Süchteln, Boisheim und Viersen, die mit ihrer Präsenz den Bogen zwischen kommunalem Brauchtum und politischem Jahresauftakt spannten. Der Frühschoppen entwickelte sich so zu einem Treffpunkt, an dem sich unterschiedliche Generationen und Hintergründe begegneten.

Der Ortsverein der SPD in Viersen kann dabei auf eine lange gewachsene Struktur zurückblicken. Seit der kommunalen Neugliederung im Jahr 1970 sind alle Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten der Stadt in einem gemeinsamen Ortsverein organisiert. Die Leitung liegt in den Händen einer Doppelspitze: Ebru Cornelißen und Michael Lambertz führen den Ortsverein gemeinsam als Ko-Vorsitzende. Sie gehören zu einem zehnköpfigen Vorstand, der die inhaltliche und organisatorische Arbeit plant und die Aktivitäten im Stadtgebiet koordiniert. Ein enger Austausch mit den SPD-Ratsmitgliedern stellt sicher, dass Parteiarbeit und kommunalpolitische Entscheidungen ineinandergreifen.

Ein fester Bestandteil des Ortsvereins sind die Arbeitsgemeinschaften, die eigene Akzente setzen. Hierzu gehört die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen, kurz AsF, ist bundesweit die größte politische Frauenorganisation. Rund 250.000 Frauen engagieren sich in ihr auf allen Ebenen der Partei. In Stadt und Kreis Viersen versteht sich die AsF als offenes Forum für SPD-Frauen, lädt aber ausdrücklich auch politisch interessierte Nichtmitglieder ein. Diskussionen, Treffen und gemeinsame Aktionen sollen politische Beteiligung fördern und frauenpolitische Themen sichtbar machen.

Foto: Rheinischer Spiegel/Rita Stertz

Ebenso präsent ist die Juso-AG, die Jungsozialistinnen und Jungsozialisten in der SPD. Mehr als 70.000 junge Menschen zwischen 14 und 35 Jahren gehören den Jusos bundesweit an. In Viersen bringen sie ihre Perspektiven aktiv in die Parteiarbeit ein, mischen sich in Debatten ein und suchen den Schulterschluss mit anderen Organisationen, darunter Gewerkschaftsjugenden, soziale Initiativen und antifaschistische Bündnisse. Ihr Anspruch ist es, politische Inhalte nicht nur zu begleiten, sondern mitzugestalten und gesellschaftliche Veränderungen voranzutreiben.

Beim Neujahrsfrühschoppen wurde zudem deutlich, wie sehr sich die SPD als Programmpartei versteht. Seit ihrer Gründung sieht sich die Sozialdemokratie nicht allein als Mittel zum Zweck politischer Macht, sondern als Partei mit klaren inhaltlichen Leitlinien. Programme und Grundwerte bilden die Grundlage für politische Entscheidungen und dienen als Orientierung im politischen Alltag. Bereits 1978 brachte es der frühere Bundeskanzler Willy Brandt auf den Punkt, als er das „Wofür“ sozialdemokratischer Politik als Maßstab für das politische Handeln beschrieb.

In Süchteln verband sich dieser Anspruch mit einer offenen Atmosphäre. Zwischen Gesprächen über kommunale Herausforderungen, persönlichen Begegnungen und dem Blick auf die kommenden Monate zeigte sich der Neujahrsfrühschoppen als lebendiger Auftakt in ein Jahr, in dem die Viersener SPD ihre politische Arbeit fortsetzen und weiterentwickeln will. (cs)