Gott ein Stück näher sein – am Missionskreuz der Neuwerker Straße

Genauer gesagt: Am Missionskreuz Ecke Neuwerker Straße/Nelsenstraße im Stadtteil Ummer, welches ursprünglich 1864 zur Erinnerung an eine Volksmission aufgestellt wurde.
Von RS-Redakteurin Nadja Becker

Viersen-Ummer – Zwar wurde das Missionskreuz an der Ecke Neuwerker Straße/Nelsenstraße 2007 unter Denkmalschutz gestellt, allerdings ist nur noch der gusseiserne Korpus aus dem Jahr der Aufstellung (1864) erhalten. Das Kreuz, deren Schieferdach von hochgewachsen Bäumen geschützt wird, wurde zur Erinnerung an eine Volksmission aufgestellt, die zu dieser Zeit stattgefunden hat. Mit einem zeitlichen Ablauf von 10 bis 15 Tagen, war das Ziel der Volksmissionen den Glauben innerhalb einer Gemeinde zu vertiefen.

Das Kreuz in Viersen-Ummer wurde 1934 und 1949 renoviert, musste allerdings 2004 vollständig – bis auf den eisernen Mittelpunkt – erneuert werden. Die Christusfigur wurde in dem traditionell häufig genutzten „Dreinageltypus“ gefertigt, der bereits seit der Gotik der bildhaften Nagelung ans Kreuz zugrundegelegt wurde. 60 cm hoch ist Jesus lediglich mit einem Leinentuch bekleidet und lenkt seinen Blick zu seinem Vater im Himmel. Vor seinen Füßen wurde ein Findling mit der Inschrift „Memento Mission 1884“ niedergelegt. (nb)

Zwar wurde das Missionskreuz an der Ecke Neuwerker Straße/Nelsenstraße 2007 unter Denkmalschutz gestellt, allerdings ist nur noch der gusseiserne Korpus aus dem Jahr der Aufstellung (1864) erhalten. Foto: Rheinischer Spiegel

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