Die Schlacht von Dahlen steht im größeren Zusammenhang des „spanischen Jahrhunderts“ am Niederrhein, in Mönchengladbach selbst ist dieses Ereignis heute kaum im kollektiven Bewusstsein verankert.
Mönchengladbach – Dabei begann hier, am 25. April 1568, eine Epoche von weitreichender historischer Bedeutung: der Achtzigjährige Krieg zwischen den (nördlichen) Provinzen der Niederlande und dem spanischen Weltreich – ein Konflikt, der bis 1648 andauerte und sich mit dem Dreißigjährigen Krieg überschnitt.
Im Raum zwischen Holt, Pongs, Dorthausen und Rheindahlen trafen die Truppen der spanischen Krone auf die Streitkräfte der aufständischen Niederlande unter Wilhelm von Oranien. Der Ausgang der Auseinandersetzung war eindeutig: Die spanischen Verbände konnten den Sieg für sich entscheiden, während Oraniens Truppen unterlagen.
Der Vortrag von Daniel Winkens am Mittwoch, 6. Mai, um 19 Uhr im Rittersaal des Museums Schloss Rheydt beleuchtet die Schlacht nicht als isoliertes Gefecht, sondern als Teil eines umfassenden politischen, militärischen und konfessionellen Spannungsfeldes. Er zeichnet die strategischen Hintergründe nach, ordnet das Geschehen in die europäische Konfliktlandschaft des 16. Jahrhunderts ein und fragt nach den unmittelbaren wie langfristigen Folgen für die Region und darüber hinaus. (opm)




