Serie: Künstlerportraits im Kreis Viersen – Susanne Bons

Die Viersener Fotografin Rebekka Litgen, Inhaberin von Black Sparrow Photography, widmet sich in ihrem aktuellen Projekt dem kreativen Schaffen von Künstler:innen im Kreis Viersen. Sie begleitet die Künstler:innen während ihres Arbeitsprozesses und fängt in ihren Fotografien die besonderen Momente zwischen der ersten Idee und dem fertigen Werk ein.

Niederkrüchten – Die Serie kombiniert beeindruckende Aufnahmen des künstlerischen Prozesses mit persönlichen Interviewfragen, die Einblicke in die Gedankenwelt und Arbeitsweise der Künstler:innen geben. Einige der Interviews stellt der Rheinische Spiegel in einer begleitenden Serie vor.

Bei der Künstlerbörse am 27. und 28. Juni 2026 im Süchtelner Weberhaus können Besucher:innen die porträtierten Künstler:innen persönlich kennenlernen und ihre Werke erleben. Gleichzeitig wird dort auch Rebekka Litgens fotografisches Kunstprojekt präsentiert, das den kreativen Prozess auf besondere Weise dokumentiert.


Künstlerportraits im Kreis Viersen
Jede Serie öffnet eine eigene Tür in eine kreative Welt.

Heute entdecken wir die Welt von Susanne Bons.

Susanne Bons (geb. Ratingen) aus Elmpt richtet ihren Blick auf das, was vergeht. Ihre Arbeiten kreisen um Veränderung, Zeit und Vergänglichkeit und machen diese leisen Prozesse sichtbar. Ihre Kunst entsteht ganz bewusst und mit Struktur. Trotz Zeitmangel schafft sie sich Rituale und arbeitet oft parallel an mehreren Bildern, um ganz in ihren Arbeitsfluss einzutauchen.

Für Susanne ist Kunst eng mit innerer Haltung verbunden. In der eigenen Mitte zu bleiben und unabhängig zu arbeiten, ist dabei ein zentraler Anker. Ihre Werke zeigen in der Vergänglichkeit liegt eine eigene, faszinierende Schönheit.

Foto: blacksparrowphotography.de

Wie würdest du deine Kunst in 3 Worten beschreiben?

Veränderungen – Zeit – Vergänglichkeit.

Wodurch wirst du inspiriert und woher kommen deine Ideen meistens?

Inspirationen finde ich in Lost Places und Stätten der Industriekultur.

Gibt es etwas, das dich regelmäßig blockiert und wie gehst du damit um?

Zeitmangel blockiert mich, ich schaffe „Rituale“ und versuche mir die Zeit zu nehmen.

Dann arbeite ich auch gerne an mehreren Bildern gleichzeitig, um in den entsprechenden „flow“ zu kommen.

Was hat dich die Kunst über dich selbst gelehrt?

Immer autark in der eigenen Mitte ruhen.

Wie stehst du zu Künstlicher Intelligenz (KI) Kunst, verändert sie deine Arbeitsweise?

KI-Kunst empfinde ich als „seelenlos“, ohne echte Essenz, eher Deko und keine Kunst.

Nein, eher meine Denkweise über die Klientel.

Was ist deine Botschaft mit deiner Kunst? Was willst du ausdrücken oder vermitteln?

Ich bin fasziniert von Veränderungen durch Zeit und Vergänglichkeit. Das bringe ich zum Ausdruck.

Was würdest du angehenden Künstler:innen raten?

Es ist schwierig allein von der Kunst zu leben.
Nicht ausschließlich darauf verlassen.
Besser ein zweites Standbein schaffen.
Nach anfänglich tollen Erfolgen, kann schnell die Ernüchterung kommen.

Mehr zu Susannes Arbeiten gibts hier: http://www.artbons.de und bei Instagram. (opm)

Foto: blacksparrowphotography.de