Stadion Hoher Busch: Eine modernisierte Heimat für den Sport in Viersen

Mit einer offiziellen Eröffnung wurde nach langen Jahren erster Gespräche, viel Arbeit und hohem monetären Einsatz nun das renovierte Stadion am Hohen Buch feierlich eröffnet, welche in Zukunft ebenfalls der Leichtathletik eine Heimat bietet.
Von RS-Redakteurin Claudia-Isabell Schmitz

Viersen – Schon lange war dringend eine Renovierung des Stadions am Hohen Busch nötig geworden. Bei Regen standen nur noch drei Laufbahnen zur Verfügung, ab Oktober war der Platz für den Fußball nicht mehr bespielbar, die Höhendifferenz zwischen Laufbahn und höchster Stelle auf dem Rasen betrug 60 cm. Vor 10 – 15 Jahren entstanden die ersten Gespräche, doch zunächst waren die anderen Plätze dran, der Platz 1 am Hohen Busch war mit einem großen Kostenfaktor verbunden. Dazu kam die Problematik, dass der Untergrund der Sportanlage aus dem Trümmerschutt des 2. Weltkriegs bestand. Bereits Anfang der Achtziger Jahre hatte Paul Funk die Hoffnung, dass auch die leichtathletischen Anlagen renoviert werden würden, seine Hoffnung hat lange währen müssen bis nun endlich am Hohen Busch das renovierte Stadion von Michael Berghausen (1. FC Viersen) und Elmar Orta (LG 1947 Viersen), begleitet von zahlreichen Gästen aus Wirtschaft und Politik, eröffnet werden konnte.

„Wir schauen heute mit viel Stolz auf das modernisierte Stadion“, so Elmar Orta. Paul Funk als Urleichtathlet sowie Fritz Meies als Fußballer und Sportfunktionär hatten diesen Tag herbeigesehnt, um das Stadion in neuem Glanz zu sehen, ihnen beiden war eine Teilnahme nicht mehr vergönnt. Dennoch erinnerten beide Vorsitzenden an ihre Arbeit, die die Grundsteine für die Renovierung gelegt hatten. „Sicherlich sehen sie uns beide von einer Wolke oder einem Stern zu und trinken sich beide zufrieden ein Bierchen oder ein Schnäpschen – wahrscheinlich beides“, scherzte Orta voller Respekt über die ‚alte Garde‘. Der FC Viersen und die LG Viersen sind stolz auf die Renovierung und konnten als i-Tüpfelchen zudem ein Flutlicht aufstellen.

Foto: Rheinischer Spiegel

Der hohe finanzielle Eigenanteil war nur durch Sponsoren und Privatpersonen möglich geworden, eine Vielzahl an Spenden und durch die Vereine selber. So war es möglich dieses Stadion umzusetzen zum Wohle vieler Kinder und Jugendlicher. „Für die Leichtathleten ist endlich ein langer Traum wahr geworden. 114 Jahre FC Viersen und 72 Jahre LG Viersen sprechen für Nachhaltigkeit und für die sportliche Förderung von aktuell insgesamt 421 Kindern und Jugendlichen – und so soll es auch in Zukunft weitergehen“, schloss Elmar Orta seine Eröffnungsrede. Ebenfalls Michael Berghausen (1. FC Viersen) war es wichtig, den Gästen Gedanken mit auf den Weg zu geben, die seiner Meinung nach angesprochen werden müssen und lobte die Zusammenarbeit zwischen den Vereinen. „Der Austausch und das Verständnis füreinander stets sehr gut gewesen ist und letztlich zeigte, dass wir alle nur ein Ziel haben – dem Sport in Viersen, sei es nun Leichtathletik oder Fußball eine neue, modernisierte Heimat zu geben“, sagte Michael Berghausen. Nicht nur ein paar Stunden Zeit seien für die Planungen aufgewendet worden, doch das Ergebnis sei für Viersen ein großer Gewinn.

Foto: Rheinischer Spiegel

Er dankte dem verstorbenen Ehrenvorsitzenden Fritz Meies, ohne dessen Unterstützung diese Umsetzung nicht möglich gewesen wäre, denn für dieses Gesamtprojekt mussten über 1,2 Millionen Euro und zahlreiche Gespräche aufgebracht werden. Die Stadt als Eigentümer ist günstig an dieses renovierte Stadion gekommen in der Partnerschaft mit den Vereinen, allerdings haben die Vereine auch weiterhin noch einige Dinge auf der To-Do-Liste.

Michael Berghausen brachte deshalb direkt einen weiteren Vorschlag ein, denn die Neugestaltung des Haupteingangsbereiches wäre ein weiterer Wunsch der Vereine, ebenso die sanitären Außenanlagen und die Tribüne. „Hier sollte meines Erachtens die Stadt für die nächsten ein, zwei Jahre im Haushaltsplan Gelder bereitstellen“, so Michael Berghausen, damit das gesamte Projekt einen runden Abschluss erhalten kann. Sollte die Stadt allerdings Hand an die sanitären Außenanlagen und den Eingangsbereich legen, dann würden die Vereine sich Renovierung der Tribüne als Ziel setzen. Bereits jetzt finden die SporterInnen hier optimale Voraussetzungen vor und so darf schon am kommenden Sonntag bei den Regionsmeisterschaften der Nachwuchs zeigen, was er auf der modernisierten Anlage zu leisten vermag. (cs)

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