Zehn Sofort-Maßnahmen zur Entlastung der Unternehmen: DIHK verabschiedet Resolution zur Energiekrise

Zehn Sofort-Maßnahmen, die Unternehmen in der sich zuspitzenden Energiekrise entlasten würden, haben die Mitglieder der Vollversammlung des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) in Form einer Resolution beschlossen – unter ihnen auch Jürgen Steinmetz, Hauptgeschäftsführer der IHK Mittlerer Niederrhein.

Wirtschaft – „Die aktuelle Situation auf den Energiemärkten bedroht in kürzester Frist die Existenz zahlreicher Betriebe, die völlig unverschuldet in diese Lage gekommen sind“, betont Steinmetz. „Die Politik muss die Tragweite dieser Krise endlich erkennen und sofortige Gegenmaßnahmen einleiten.“

Unternehmen, die entweder gar keine oder nur noch Lieferverträge zu Extrempreisen erhielten, seien leider keine Ausnahme mehr. „Diese Entwicklung würde unweigerlich in Wertschöpfungsverlusten, Produktionsstopps oder Produktionsverlagerungen ins Ausland münden.“ Die Strompreise auf dem Spotmarkt hätten sich mittlerweile verzehnfacht. Damit seien die deutschen Strompreise aktuell für die Industrie zehnmal so hoch wie im benachbarten Frankreich und die Gaspreise mehr als zehnmal so hoch wie in den USA. „Vor dem Hintergrund dieser Zahlen empfinden viele Unternehmen die aktuelle Lage sowie die Aussichten als perspektivlos“, so Steinmetz. Die Wirtschaft brauche deshalb jetzt konkrete Antworten und Taten seitens der Politik.

So müssten alle verfügbaren Kraftwerke wieder ans Netz geholt werden, um das Angebot im Markt zu erhöhen und die Preise abzudämpfen. Hierfür sei zwar die gesetzliche Grundlage geschaffen, allerdings scheitere die Umsetzung an zu vielen Vorgaben und Einschränkungen. Das schüre die Verunsicherung. Auch bei den anfallenden Kosten für Unternehmen könne die Politik ansetzen. „Die neue Gasumlage sowie andere schon länger bestehende Stromumlagen sollten aus dem Bundeshaushalt finanziert werden. Dies würde sowohl die Unternehmen entlasten als auch für weniger Bürokratie sorgen“, erläutert Steinmetz.

Der DIHK-Vollversammlung gehören die Präsidentinnen, Präsidenten, Hauptgeschäftsführerinnen und -führer der 79 deutschen Industrie- und Handelskammern an. (opm)

 

2 Kommentare

  1. So dramatisch, wie oft geschildert, ist die Lage nicht.
    Die meisten Unternehmen schreien ob ihrer Verluste, die eigentlich keine sind. Verlust mach ich erst, wenn ich draufzahlen muss.

    Ja, die Gewinne werden wegen der enormen Preissteigerungen bei Strom, Gas, Heizöl, Sprit und Logistik stark geschmälert, aber es bleiben noch immer Gewinne!

    Wirkliche Verluste machen Arbeitnehmer, Rentner, Empfänger von Transferleistungen etc., die nichts über haben.
    Sind Miete und Nebenkosten erstmal bezahlt, muss die Tafel helfen, damit Essen auf den Tisch kommt.

    Einmalhilfen sind wertlos. Preise müssen gedeckelt werden und die Unternehmen sollten ihre Gewinnerwartungen reduzieren. Solidarität bedeutet auch gemeinsamer Verzicht.

  2. Alle die Firmen haben und Kapital in Hülle und Fülle verdient haben, tolle Häuser haben und tolle Urlaube erlebt haben, diese Leute haben die Gewinne für sich angelegt, nun soll eventuell die Verluste der kleine Steuerzahler Bezahlen. Es kommt mir vor wie bei den Beamten die sich wie Schmarotzer ohne Produktivität das Geld den Steuerzahler abluchst und seine Pension auch noch aus der Arbeiterkasse entnimmt ohne was dafür zu Bezahlen und zugleich darauf hinwirkt , die Krankenkasse der Mitglieder auch ohne Beiträge erhalten zu können. Dann müssen die Jungen die diese Zeche Zahlen müssen mit den Mitglieder eine Revolte machen, das Krawalle kommen das die unnützen Brotfresser selbst eine Kasse Einführen. Das ist nicht Sozial dem Steuerzahler und Inhaber der Kassen gegenüber.sowas muss Verboten werden. Nur Heuchler sprechen dafür!

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