Es war, als hätte die Lüttelforster Mühle gestern Abend ihr eigenes Herzschlagtempo gefunden: Trommeln, Tröten und fröhliches Lachen mischten sich zu diesem pulsierenden Rhythmus, der von der ersten Minute an jeden Besucher in den Bann zog.
Von RS-Redakteurin Claudia-Isabell Schmitz und Martin Häming
Schwalmtal/Kreis Viersen – Unter glitzernden Kronen und wehenden Fahnen tanzte die rheinische Karnevalstradition in ihrer schönsten Form – ausgelassen, herzlich und voller Freude. Auf Einladung des KV Maak Möt Brempt 1969 e. V. und der Prinzengarde Niederkrüchten von 1987 e. V. verwandelte sich die Lüttelforster Mühle, liebevoll lediglich als „Lü“ bekannt, gestern traditionell wieder in ein närrisches Spektakel, das noch lange in den Köpfen der Gäste nachhallen wird.

Prinz René II. und Prinzessin Natascha I., das strahlende Gastgeber-Prinzenpaar, begrüßte mit funkelnden Augen und einem Lächeln, das jeden sofort ansteckte, die angereisten Tollitäten. Delegationen aus Roermond, den Viersener Staddteilen, Lövenich oder Bardenberg – um nur einige zu nennen –, waren mit jecker Freude dem Ruf ebenso gefolgt, wie Gäste aus Politik – darunter NRW-Minister Dr. Marcus Optendrenk, Bennet Gielen, Landrat des Kreises Viersen, MdB Dr. Martin Plum oder MdL Dietmar Brockes – und närrischen Verbänden wie dem Karneval Linker Niederrhein oder der Föderation Europäischer Narren. Man spürte sofort: Hier war nicht nur Tradition zuhause, sondern pure Freundschaft und Zusammenhalt. Eine Bühne, auf der jede Krone und jedes Lächeln zählte.

Die Vorstellung der Prinzenpaare war ein Highlight für sich. Jedes Paar betrat das Rampenlicht wie Stars einer fröhlichen Gala: Glitzernde Orden, federnde Umhänge und royale Haltung … und doch spürbar bodenständig und herzlich. Zwischen den Vorstellungen herrschte ein buntes Treiben: Die Lü servierte liebevoll zubereitete Kleinigkeiten, musikalisch war das Repertoire natürlich auf die 5. Jahreszeit abgestimmt. Neben Musik vom Band, stand daher erneut auch Musiker Tobias Janssen im Programm. Von klassischen Schunkelliedern bis hin zu modernen Karnevalshits: Jeder Ton brachte die jecken Gäste auf die Füße, ließ Hüften schwingen und Hände klatschen. Es war ein rhythmisches Wogen aus Freude, das die Lü vom Boden bis zur Decke erfüllte.

Der Abend bot viele kleine Begegnungen, die im Gedächtnis bleiben. Jede Unterhaltung, jedes herzliche Lachen und jeder spontan gesungene Refrain trug dazu bei, dass die Mühle zu einem einzigen, pulsierenden Herz des rheinischen Karnevals wurde. Als die letzten Töne verklangen und das Licht langsam gedimmt wurde, hallten die Klänge des Frohsinns noch lange nach. Es war ein Abend, an dem jeder Moment zählte: Jede Krone, jeder Scherz, jede Schunkelbewegung war ein kleiner Beweis dafür, dass der Karneval hier lebt … intensiv, bunt und voller Energie. So bleibt hier nun noch der Dank für ein wunderbares Erlebnis, wir freuen uns schon auf das nächste Jahr. (cs)




