Die KG Helenabrunn begrüßte Mitglieder und Freunde beim traditionellen Ordensabend

Die Karnevalsgesellschaft Helenabrunn lud am gestrigen Abend zu ihrem traditionellen Ordensabend ins Schattodrom ein. Bereits seit Wochen laufen zudem die Vorbereitungen der Gesellschaft für die eigene Galasitzung auf Hochtouren.
Von RS-Redakteurin Nadja Becker und Martin Häming

Viersche – Ein neuer Orden, ein neues Motto – kurz vor Hoppeditzerwachen wurde auch bei der KG Helenabrunn der traditionelle Ordensabend gefeiert. Für den passenden Rahmen sorgte erneut das Schattodrom von Vereinspräsident Helmut Schatten, durch das lebendige Gespräche wehten und die närrische Zeit ankündigten. Schließlich steht bei der Gesellschaft ein Novum an, denn die KG Helenabrunn eröffnet in dieser Session bereits im November den Sitzungskarneval am Freitag, den 28. November 2025, im Evangelischen Gemeindehaus und reist dabei „zurück in die Siebziger“.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Das Programm verspricht einen abwechslungsreichen Abend voller Musik, Tanz und humorvoller Darbietungen. Einlass ist ab 18:00 Uhr, der offizielle Beginn der Sitzung ist um 19:11 Uhr, ganz im Zeichen der fünften Jahreszeit. Der Eintrittspreis beträgt 29,50 Euro. Freuen dürfen sich die Besucher auf eine bunte Veranstaltung mit bekannten Künstlern und Formationen: Boore, der „singende Pizzabäcker“, das Duo Ausbilder Schmidt, Achim und Harry, die Tanzgarde Maria Linden, De Kellerjunges, HaPe Jonen sowie die Prinzengarde der Stadt Viersen werden für Stimmung sorgen. Karten sind im Vorverkauf erhältlich: im Schattodrom bei Helmut Schatten, per WhatsApp unter 0151 23219030 oder per E-Mail an info@kg-helenabrunn.de.

Öffnen wir zum Abschluss noch die Seiten zur Geschichte der Gesellschaft, schließlich blickt die KG Helenabrunn auf eine lange Tradition zurück: Gegründet 1949 aus den Reihen engagierter Helenabrunner, entwickelte sich die Gesellschaft rasch zu einem festen Bestandteil des Viersener Karnevals. Schon früh verfügte die Gesellschaft über einen kompletten Elferrat, eine Prinzengarde und einen eigenen technischen Ausschuss. Zahlreiche Veranstaltungen zwischen Silvester und Aschermittwoch fanden damals im Saale Schoenen-Buysch statt – mit einem eigenen Omnibus-Service von Helenabrunn nach Viersen.

Bereits 1950 komponierte Karl Derichs einen eigenen Büttenmarsch, der die „Große Helenabrunner“ Karnevalsgesellschaft über die Grenzen Viersens hinaus bekannt machte. Als Mitbegründer des Festausschusses Viersener Karneval prägte die Gesellschaft das lokale Brauchtum über viele Jahre hinweg. Bis 1963, dem Jahr des letzten Prinzenpaars Dieter und Helga Gormanns, feierte die KG zahlreiche Erfolge. Danach stand der Gesellschaft kein Saal mehr zur Verfügung: Der Saal bei Schoenen wurde an die Industrie vermietet und später abgerissen, woraufhin die KG vorübergehend ruhend gestellt wurde. Nach einer zwanzigjährigen Pause gründete sich die KG Junkershütte in der gleichnamigen Gaststätte 1974 neu, ehe sie 1993 wieder den historischen Namen „KG Helenabrunn“ annahm. Seit dem Jahr 2000 trägt die Gesellschaft zudem wieder ihre traditionellen Farben Blau und Gold. (nb)

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming