Kölsche Lieder in der adventlichen Zeit: Brings lud zum Mitsingkonzert in die Viersener Festhalle

Viersens gute Stube war bis auf den letzten Platz gefüllt. Auf ihren Stühlen hielt es die Gäste allerdings nur selten, die stimmgewaltig die Liedtexte der kölschen Band Brings bei „Singsulautdekanns“ mitschmetterten.
Von RS-Redakteurin Nadja Becker

Viersen – Von „Der Clown“ bis „Heimjon“ drangen die Lieder der Kölschrocker am Vorabend des Nikolaustages aus der Festhalle. Trotz des Abends in der Woche war das Mitsingkonzert, welches von der Grossen Viersener Karnevalsgesellschaft präsentiert wurde bis auf wenige Plätze ausverkauft und aus den Stimmen der über 800 Gäste ergab sich ein Chor der besonderen Art.

Ausgestattet mit Liedtexten drangen selbst die Lieder op Kölsch recht einfach von den Lippen, auch wenn vielleicht nicht immer der richtige Ton getroffen wurde. In dem stimmgewaltigen Chor fiel ein schräger Klang allerdings nicht auf. So formte sich ein rundes Bild voller Freude und es war sicherlich auch von der Bühne aus eine Wonne den Besuchern zuzusehen, die gemeinsam Schunkelten, Sangen und Spaß hatten.

Foto: Rheinischer Spiegel

Die von den Brüdern Peter und Stephan Brings gegründete Band hat in den zwei zurückliegenden Jahrzehnten schon so ziemlich alle Hochs und Tiefs erlebt, dann gelang ihnen im Jahr 2000 mit „Superjeilezick“ das, was man gut und gerne als Sechser im Lotto bezeichnen kann. Diese zündende Powerpolka ist mit jedem Jahr bekannter geworden und gehört mittlerweile weit über den Karneval hinaus zu den populärsten Songs Kölscher Mundart überhaupt.

Kaum eine Karnevalssession in den letzten Jahren ist ohne einen neuen Stimmungshit von Brings ins Land gezogen. „Poppe, Kaate, Danze“ (anfänglich noch als Skandalnummer gehandelt, mittlerweile eine der ganz großen Zugnummern der Band), „Su lang mer noch am Lääve sin“, „Halleluja“ oder „Dat is Geil“ sind klingende Beweise, wie gut Brings die Befindlichkeiten und Seelenlagen ihrer Mitmenschen kennen.

Foto: Rheinischer Spiegel