Notstromversorgung und Treibstoffvorräte – Polizei NRW bereitet sich auf Blackout vor

Nach einem Erlass im April hat die Polizei in NRW damit angefangen nicht nur die Notstromversorgung weiter auszubauen, sondern ebenfalls die Vorräte im Treibstoffbereich aufzustocken. Bereits zuvor wurden Maßnahmen für den möglichen Fall einer Notfallsituation vorgenommen. Auch Privatpersonen haben die Möglichkeit sich vorzubereiten.
Von RS-Redakteur Dietmar Thelen

NRW – Nicht erst mit der wachsenden Energiekriese, sondern bereits lange vor dem Beginn des Krieges Russlands gegen die Ukraine wurde bei der Polizei des Landes Nordrhein-Westfalen damit begonnen, im Krisenfall erfolgskritische polizeiliche Systeme und Arbeitsabläufe zu identifizieren und zu härten.
Damit die Polizei NRW bei einem sogenannten Blackout, einem langanhaltenden, großflächigen Stromausfall oder einer massiven Gasmangellage weiterhin agieren kann sowie interne und externe Arbeitsabläufe möglichst wenig gestört werden, um die Gewährleistung der Sicherheit und Ordnung auch unter widrigen Bedingungen aufrecht zu erhalten, hat es im April zu den Maßnahmen einen Erlass gegeben, teilt das NRW-Innenministerium auf Anfrage mit.

Das heißt konkret beispielsweise: Sicherstellung der Personalverfügbarkeit, Sicherstellung der Kommunikationsfähigkeit intern aber auch gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern oder Sicherstellung der polizeilichen Mobilität einerseits und der Erreichbarkeit in der Fläche andererseits.

Um dies sicherzustellen, wurden vorbeugende Maßnahmen getroffen und Rückfallebenen geschaffen. Die zentrale Federführung liegt bei der Koordinierungsgruppe (KOG) Ukraine/Gas-/Energielage unter Leitung der Staatssekretärin im Ministerium des Innern.
Eine vom IM NRW initiierte Landesarbeitsgruppe (LAG KRITIS Polizei NRW) unterstützt diesen Prozess fortwährend.

Zu den umfangreichen Maßnahmen gehören unter anderem der weitere Ausbau der Notstromversorgung polizeilicher Einrichtungen und die Schaffung weiterer Tankkapazitäten sowie damit einhergehend die Aufstockung der vorgehaltenen Treibstoffvorräte. Hiermit wird die Basis der gesamten polizeilichen Strukturen noch weiter gefestigt.

Mit Erlass des Ministeriums des Innern von April 2022 wurde den Polizeibehörden eine Handlungshilfe vorgestellt, um sich auf einen langanhaltenden flächendeckenden Stromausfall vorzubereiten. Diese wurde im Nachgang um Szenarien einer Gasmangellage ergänzt.
Obwohl der von der Polizei Nordrhein-Westfalen genutzte Digitalfunk bereits über mehrere Rückfallebenen abgesichert ist, wurden zusätzlich Satellitentelefone beschafft, um die Kommunikationsfähigkeit in Krisensituationen noch weiter zu stärken.
Zudem ist durch die Erstellung von Notfall-Plänen und deren bereits im Vorfeld erfolgte Steuerung sicherzustellen, dass die Mitarbeitenden jederzeit und unverzüglich alarmiert werden können und jeder seine Aufgaben kennt.

Damit sich auch Privatpersonen über die wichtigsten Vorsorgemaßnahmen informieren können, stellt der Katastrophenschutz Nordrhein-Westfalen ein Blackout-Quiz bereit. Auf der Grundlage von „Was geht, wenn nichts mehr geht!“ können BürgerInnen ihr Wissen auf der Seite kst2022.nrw/quiz testen und erfahren, wie sie sich auf einen Blackout vorbereiten können. (dt/Innenministerium NRW)

Foto: Boyan_Chen/Pixabay

6 Kommentare

  1. Wenn die Stromversorgung ausfällt, so haben Polizei, Rettungskräfte und Kliniken große Problemen, aber auch die Industrie und Handwerk. Auch alle die ein Auto haben mit einer Stromversorgung und der ÖPNV so wie die Bahn ist dann erstmal ein Ende gesetzt. Bei einer anhaltende Stromversorgung kann es zu Hungersnöte kommen. Deshalb meine Rat: Wählt Grün und deshalb habt Ihr den Salat“. Wer hier nicht denkt und spielt verrückt, dem ist nicht zu helfen denn er ist vielleicht verrückt.

  2. Wir haben doch das Jahr 2022 oder stimmt hier was nicht, gestern noch alles im Überfluss und plötzlich sparen wo es nur geht weil es unbezahlbar wird „ich Danke euch da oben die sich Volksvertreter nennen“ oder sollte man sie umgehend in ……………….. Und die Träumer dort oben haben ihr Ziel fast erreicht leider Realität.

  3. Verzeihung, aber ich habe weder promoviert, noch Zeit und Muße montags zu malen.
    😄😉

    Ich sage, wer sich vernünftig informiert und entsprechend handelt, wird feststellen, dass nichts so heiß gegessen wird, wie es gekocht wird.

    Das Geplärre gegen die jetzige Regierung geht einfach nur auf die Nerven.
    Fakt ist zum Einen, dass unsere Probleme durch die FAULHEIT & INKOMPETENZ der Regierungen der letzten Jahrzehnte entstanden ist.

    Dazu muss man, zum Zweiten, die derzeitige besondere Lage berücksichtigen, die so noch nie dagewesen ist.

    Einfach mal nachdenken.
    WISSE — ERKENNE — HANDLE

  4. Führende Wirtschaftsinstitute haben diese Woche ihre Prognose fürs kommende Jahr abgegeben. Wenn es gut läuft, schrumpft die Wirtschaft um zwei bis drei Prozent. Wenn uns zwischendurch das Gas ausgeht, können es auch minus acht Prozent werden. So einen Einbruch hat es seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr gegeben.
    Und was sagen/denken denn nun die Deutschen-insbesondere die Anhänger der links-grünen Volksfront, wenn sie feststellen müssen, dass die mit erheblichen Wohlstandseinbußen einhergeht. Dass man ein Industrieland wie Deutschland auf Wind und Sonne umstellen könnte, und zwar ohne gravierende Folgen für die Wettbewerbsfähigkeit, das mögen sie in der grünen Parteizentrale und der Heinrich-Böll-Stiftung glauben. Und Claudia Kemfert dabei nicht zu vergessen, die berühmte „ideologieverfärbte“ Energieökonomin und Einpeitscherin der Grünen und Klimaretter, die glaubt das auch. Wenn ich mir heute nur mal die Wahlprognosen anschaue, wo immer noch ca. 20% Grüne und 18% Links wählen wollen, dann muss es wohl noch eindeutiger und noch schlimmer kommen, bis Deutschland endlich versteht, dass wir uns selbst und voll verantwortlich in die Katastrophe stürzen. Und damit meine ich nicht die Klimakatastrophe.

  5. Ich habe das gleiche Problem nicht promoviert und auch keine Zeit und Muße Montags zu malen, arbeite noch als Rentner 50 Jahre ins soziale System eingezahlt und sehr sehr gut informiert das schreibt einer der 1950 das Licht der Welt erblickte. Und einfach Mal nachdenken ist leider nicht mehr gefragt warum auch?.

  6. Montagsmaler, ich sehe das auch so, wer kann noch Denken in dieses Parlament außer unsere Lyriker.

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