Tanzschule Fauth begeisterte mit Belle, Gaston, Prinz Adam, Lumière & Co.

In der Viersener Festhalle der schönen Erfindertochter Belle in ein düsteres Schloss folgen? Die Gäste des diesjährigen Fauth-Weihnachtsmärchens ließen sich nicht lange bitten. Mit fantasievollen Kostümen und beeindruckenden Choreografien zeigten rund 550 Darsteller, was sie in den vergangenen Monaten gelernt hatten und machten jeden Auftritt einzigartig.
Von RS-Redakteur Dietmar Thelen und Martin Häming

Viersen – „Die kluge und anmutige Belle lebt mit ihrem leicht exzentrischen Vater Maurice ein beschauliches Leben, das nur durch die Avancen des Dorfschönlings Gaston gestört wird. Doch als Maurice auf einer Reise in die Fänge eines Ungeheuers gerät, bietet die mutige junge Frau ihre Freiheit im Austausch gegen das Leben ihres Vaters an.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Da das Biest verzaubert ist, und nur durch die Liebe einer Frau erlöst werden kann bevor das letzte Rosenblatt fällt, darf Belle bleiben und ihr Vater Maurice wird frei gelassen. Trotz ihrer Furcht freundet sich Belle mit den verzauberten Bediensteten im verwunschenen Schloss des Biests an. Mit der Zeit lernt sie hinter dessen abscheuliche Fassade zu blicken und erkennt seine wahre Schönheit. Als die Dorfbewohner von dem Biest erfahren, ziehen sie los, um das Schloss einzunehmen und das Biest zu töten …“

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Die Story ist bekannt, schließlich hatte Disney 1991 mit dem 30. abendfüllenden Musicalfilm einen Volltreffer gelandet. Die Geschichte selbst ist viel älter und geht auf das französische Volksmärchen „Die Schöne und das Tier“ zurück, welches in ähnlicher Form bis in das 2. Jahrhundert zurückreicht.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Genau das richtige Fundament für das diesjährige und übrigens 44. Weihnachtsmärchen der Tanzschule Fauth, die in jedem Jahr eine Wunderwelt wahr werden lässt. Im vergangenen Jahr hatten sich die Mitwirkenden für das bekannte Abenteuer Aladdin aus 1001 Nacht entschieden, in diesem Jahr wurde es nicht weniger abenteuerlich, bizarr und magisch. An zwei Tagen und in vier Vorstellungen fügten sich die verschiedenen Gruppen zu einem riesigen Puzzle zusammen, von den ganz Kleinen angefangen bis hin zu den langjährigen Tänzern, die das ganze Jahr hindurch auf dem Parkett begeistern.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Über die Bühne huschten mit gekonnten Schritten Gardisten, Pferde, Mönche, Fledermäuse, Flammen oder Staubwedel – die jüngsten TänzerInnen waren dabei noch nicht einmal fünf Jahre alt. Tosenden Beifall gab es für alle Darsteller, zu viele um sie in einem Bericht zu erwähnen, doch einige der Hauptdarsteller sollen, zumindest stellvertretend, für eine grandiose Truppe genannt werden, denn schließlich liebten die Gäste nicht nur mit Johanna Brück (Belle), litten mit Lukas Gendig (Biest), sahen Amy-Sophie Schorin (als berühmte Rose) verwelken und kämpften mit Oliver Stockschläger (Gaston). Sie lachten mit Ramon Amalfi (Le Fou), Simon Peeters (Lumière) oder Sophie Deland (Madame Pottine) und gaben sich den kindlichen Gefühlen von Anna Maria Vatamos (Tassilo) hin.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Rund drei Stunden dauerte die unwirkliche Reise, auf der sich moderne Tänze mit Hip-Hop mixten, sich mit Ballett und klassischen Stücken verbanden. Auf der Bühne formten sich prächtige tänzerische Bilder, die fast vergessen ließen, dass man eben doch nicht gerade mit Belle und dem Biest im Schloss getanzt hatte, sondern in Viersen verharrte – Szenen, die mit reißendem Applaus belohnt wurden.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Die Tanzfamilie Fauth präsentierte eine überzeugende Tanzshow, die nicht nur für die Verantwortlichen und Darsteller eine Herausforderung war – eine Show, die gewohnt die Zuschauer mitriss. Inge und Saskia Fauth sowie Marvin Schröder zeigten sich erneut für die Idee und die Regie verantwortlich bei einer Reise in die Welt der Fantasie, Tänze und Musik, die mit viel Herzblut und Leidenschaft in der Viersener Festhalle zum Leben erwachte. (dt)