Viersener Grünen-Fraktion beantragt eine neue Radverbindung von Viersen nach Süchteln

Die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN beantragt, eine zusätzliche sichere Verbindung für den Radverkehr zwischen den Ortsteilen Alt-Viersen und Viersen-Süchteln als Teil des von der Fraktion bereits beantragten Wegenetzes „Grünes Band für Viersen“ herzustellen. Die Verbindung soll den Radweg des Willy-Brandt-Rings über die Vogteistraße fortführen, indem die aufgegebene Unterführung unter die Bahntrasse am Ende der Vogteistraße reaktiviert wird.

Viersen – Der weitere Verlauf soll über die Straßen Ninive und Alte Süchtelner Landstraße verlaufen und auf die Düsseldorfer Straße führen, wo eine Querungshilfe zur anderen Straßenseite geschaffen werden muss. Alternativ könnte eine Verlängerung bis zum Rader Weg geprüft werden.

„Die Verbindung der beiden Ortsteile Süchteln und Alt-Viersen für den Radverkehr über die Düsseldorfer Straße und die Süchtelner Straße ist in mehrfacher Hinsicht problematisch“, so die Ratsmitglieder Maja Roth-Schmidt und Jörg Eirmbter-König. Zwar gibt es entlang der Düsseldorfer Straße einen einseitigen Radweg, der in beide Fahrtrichtungen zu nutzen ist. Ab der Einmündung Oberrahser Straße verläuft der Radweg dann jedoch bis zur Kreuzung Freiheitsstraße über einen schmalen, auf dem Bürgersteig der Süchtelner Straße entlanggeführten Radweg, der sich zudem in der Unterführung zum reinen Gehweg verengt.

„An dieser Stelle sind Radfahrende gezwungen abzusteigen und es kommt regelmäßig zur Behinderung entgegenkommender Zufußgehender. Die Nutzung des Gehwegs auch für den Radverkehr birgt für beide Gruppen ein erhebliches Gefahrenpotenzial“, erklärt der sachkundige Einwohner Reiner Neuß. „So befinden sich Anwohnende an diesem Streckenabschnitt unvermittelt auf dem Radweg, wenn sie aus ihrer Haustüre treten. Dies erweist sich insbesondere morgens als Problem, wenn SchülerInnen aus Süchteln kommend auf dem Weg zu den weiterführenden Schulen in Viersen diesen „Radweg“ nutzen. Als besonders gefährlich wird von Radfahrenden auch die Einmündung der Lohmannstraße auf die Süchtelner Straße empfunden, wo die Sicht häufig durch regelwidrig abgestellte Fahrzeuge behindert wird. In Fahrtrichtung Süchteln gibt es von der Freiheitsstraße aus bis zur Einmündung Oberrahser Straße weder eine Markierung für RadfahrerInnen auf dem Gehweg noch auf der Fahrbahn. Radfahrende sollen auf diesem Streckenabschnitt ohne eine sie schützende Abgrenzung die vielbefahrene Süchtelner Straße nutzen, die zudem durch parkende PKW, Zweirichtungs- und Busverkehr sehr eng ist.“

Um den im Rahmen der Verkehrswende gebotenen Umstieg auf das Fahrrad für möglichst viele ViersenerInnen angenehm und sicher zu machen, ist es aus Sicht der Antragsteller unerlässlich, dieser Situation durch den Ausbau der Streckenführung abzuhelfen. Der Bedarf sei groß, so würde die Verbindung über die Süchtelner Straße und die Düsseldorfer Straße rege von Radfahrenden genutzt, auch wenn sie als unbequem und gefährlich wahrgenommen wird. „Die von uns vorgeschlagene Route würde eine zweite vom motorisierten Verkehr weitgehend abgekoppelte Hauptverbindung der beiden Ortsteile für den Radverkehr schaffen, die die Nordkanal-Trasse in westlicher Richtung ergänzt.“

Insbesondere für die zahlreichen Schülerinnen und Schüler des Erasmus-von-Rotterdam-Gymnasiums, die mit dem Fahrrad aus nördlicher Richtung zur Schule fahren, wäre diese Lösung nach Sicht der Grünen-Politiker optimal. Mit einem entsprechenden Beschluss und der Zielvorgabe des Rates hätte die Stadtverwaltung den Auftrag, die Öffnung und Wiederinbetriebnahme der aufgegebenen Unterführung mit dem Netzbetreiber der Bahnlinie zu verhandeln. (opm/paz)

Die Verbindung soll den Radweg des Willy-Brandt-Rings über die Vogteistraße fortführen, indem die aufgegebene Unterführung unter die Bahntrasse am Ende der Vogteistraße reaktiviert wird. Foto: Rheinischer Spiegel

3 Kommentare

  1. Hört sich spontan nach einer sehr guten Idee an. Da fragt man sich, warum diese Idee erst jetzt auf den Tisch kommt?! Bei der Gelegenheit bitte noch die Fahrbahn der unsäglich defekten Vogteistraße instand setzen. Danke!

  2. Um den Radfahrer in Viersen eine sichere Fahrt zu ermöglichen, müsste erst mal die Struktur der Stadt geändert werden. Fahrradfahrer finden den Weg täglich erschwert durch falsch parkende Fahrzeuge egal welcher Art, einfach auf Ihre Fahrradwege oder Spur stehen, im Erledigungen zu tätigen. Diese werden in Viersen selten verfolgt. Nichtmal Radwege zu verbessern ist mit dieser Partei ein Ziel zu erreichen, das Bürger mit Schwerbehinderung es kaum möglich ist, mit einem Rad auf verschiedenen Wegen zu Fahren, ohne einige Schmerzen sich zu holen. Das ist schon 20 Jahre bekannt. Ebenso wird in Viersen gebaut so geht nicht mehr, was aber sehr vernünftig ist, denn der Zuwachs neuer Einwohner uns ja willkommen, und bringen uns ja neue Perspektiven. Aber unsere Bauordnung ist der Zeit nicht mehr gegeben, sie ist Veraltet. Jede Mietwohnung muss Zwei Parkplätze oder Garagenplätze vorweisen, ansonsten ist sie nicht gerecht der jetzigen Bevölkerung. Straßen stehen voll Autos, für Radfahrer kein Platz. Der ÖPNV kommt kaum noch durch, und Autos werden mit dem Verkehr nicht mehr fertig. Diese Straßen sind oft vor 100 Jahren Hergestellt worden, und da gab es noch Pferdewagen. In Japan kann man nur ein Auto kaufen, wenn man einen Stellplatz hat. Liebe Grüne fordert doch das jeder der Wohnungen hat oder Baut auch genügend Parkfläche stellt und nicht mit Anfragen der Mieter wer eine Garage oder Stellplatz möchte! Das ist Quatsch, wenn der Mieter Auszieht und ein neues Ehepaar kommt mit Drei Autos ist alles nur eine Art Verleumdung den anderen Bürger gegenüber und die Stadtverwaltungen wissen nicht sofort eine Lösung. Hier muss was passieren, und das kann nur die Politik, wenn Sie sich neu Bildet. Strengt euch an, wir lassen uns Überraschen wer nicht nur Verspricht, sonder einen Tatendrang hat.

  3. …und dann so verkommen lassen wie die Verbindung von Dülken nach Boisheim…..
    Trotzdem, grundsätzlich eine gute Idee

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