Ein Herz in Flammen beim Völkerball-Konzert in der Gladbacher RedBox

Seit mittlerweile 2008 präsentiert die Coverband Völkerball eine authentische Rammstein-Tribute-Show. Dass sie „verdammt nah“ dran kommen, bewiesen sie vor begeisterten Fans in der Gladbacher RedBox.
Von RS-Redakteurin Nadja Becker

Mönchengladbach – Vor mittlerweile vierzehn Jahren setzte die Rammstein-Coverband Völkerball ihre Vision um den Sound und die urgewaltige Atmosphäre einer Rammstein-Show auf die Bühne zu bringen. Mittlerweile haben die Musiker mehrere hunderttausend Konzertbesucher in ganz Europa in ihren Bann gezogen und geben dabei auf der Bühne alles.

Foto: Rheinischer Spiegel/Maris Rietrums-Sabine Jandeleit

Düster war das Bühnenbild in der Gladbacher RedBox beim ausverkauften Völkerball-Konzert. Der Industriestyle gab den passenden Rahmen für eine effektvolle Show mit Feuersäulen und Flammen, beeindruckende Darstellungen und energiegeladene Riffs. Völkerball – A Tribute to Rammstein überzeugt mit einer faszinierenden Pyrotechnik, einer ausgefeilten Lichtshow und dem brachialen Rammstein-Sound, den die Künstler nicht einfach nur wiedergeben – sie leben ihn, sie fühlen ihn und sie lassen ihn die kreischenden Fans spüren.

Es war ein bizarres Theaterstück mit beeindruckender Bildsprache, welches das Ziel der tausenden Handys wurden, die an diesem Abend stetig klickten, während Völkerball vor beeindruckenden Luftschächten drapiert präzise Klänge in die Menge schleudern und Funken regnen.

Foto: Rheinischer Spiegel/Maris Rietrums-Sabine Jandeleit

„Ich tu dir weh“, „Mein Teil“ oder „Waidmanns Heil“, fast war es, als ob statt Sänger René Anlauff Rammstein-Stimme Till Lindemann über die Bühne wirbelte. Für die Fans zwar zweitrangig, dass nicht das Original angereist war und so schwebte das Gummiboot mit dem Keyboarder mühelos über die Hände der rund 2.000 Besucher.

Der Abend wurde zu dem fast angsterfüllten Erlebnis eines Horrorfilms, so, wie es die frenetisch mitgehenden Besucher erhofft hatten. Mit Klassikern aus dem Debütalbum und aktuelleren Stücken – mal mitreißend hämmernd, mal ruhiger melancholisch und mit passendem brennenden Herz. (nb)

Foto: Rheinischer Spiegel/Maris Rietrums-Sabine Jandeleit