In der Viersener Innenstadt konnte man „Land shoppen“

Nicht ganz so umfangreich wie gewohnt war der diesjährige Stadt-Land-Markt in der Viersener Innenstadt. Ein Umstand, der den „Corona-Nachwirkungen“ geschuldet war, von den sich die Besucher glücklicherweise jedoch nicht alle abhalten ließen.
Von RS-Redakteurin Claudia-Isabell Schmitz

Viersen – Wie es ist, wenn das Landleben in die Stadtzentren zieht, davon konnten sich die Besucher beim diesjährigen Stadt-Land-Markt in der Fußgängerzone ein Bild machen. Verbunden mit einem verkaufsoffenen Sonntag nutzten Hunderte die Möglichkeit in Ruhe bei sommerlichen Temperaturen durch die Stadt zu flanieren, endlich wieder ein Stück Normalität zu atmen. Zwei Jahre lang hatte der Markt aufgrund der Corona-Pandemie pausieren müssen, nun nahmen das städtische Citymanagement und der Werbering wieder gemeinsam die Veranstaltungsreihe auf.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Neben einem Angebot landwirtschaftlicher Erzeugnisse, wurden ebenfalls die Freizeitmöglichkeiten der Region in den Blick gerückt. Rund dreißig Aussteller hatten hierzu ihre Stände aufgebaut. Passend zur aktuellen Jahreszeit durften dabei Spargel und Erdbeeren natürlich nicht fehlen, doch auch Gewürze, Öl oder Honig wanderte gerne in die Einkaufstaschen. Damit das alles Zuhause verbunden mit eine Wohlfühlatmosphäre genossen werden konnte, gab es zudem die passenden Accessoires, wie Holz- und Glasprodukte oder farbenfrohe Windspiele zu bestaunen.

Wer nicht nur schauen, sondern auch anfassen und mitmachen wollte, für den bot sich ein Workshop der Country Line Dancers aus Schwalmtal-Amern an, die erstmals in Viersen auf diesem Markt zu Gast waren. Wenn tanzen gerade aber nicht das richtige war, dann vielleicht eine Laubsägearbeit, welche bei den Freunden der Laubsäge Dülken gestaltet werden konnte. Von einfachen Motiven in Herzform bis hin zum Dölker Stripke war alles dabei. Der Verein versteigerte zudem am Nachmittag Werke zu Gunsten der Viersener Tafel. Mit dabei zudem der Kaninchenzuchtverein R78 Dülken, Kinderschminken mit Sabrina Beyen, die Rollende Waldschule mit präparierten Tieren von Fuchs bis Fasan oder Jagdhornbläser, die in regelmäßigem Abstand zu hören waren.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Zu den Highlights zählte allerdings eindeutig die Greifvogel-Schau, bei der nicht nur zugeschaut werden konnte. Der feste Lederhandschuh wechselte stetig am Sonntag die Hände, denn ein Foto mit Falken, wer hat das schon. Mitgebracht hatte diesen Martin Schneiders vom Rheinischen Waldpädagogium, der mit ruhiger Stimme die nötigen Anweisungen gab, damit der Falke sicher auf der jeweiligen linken Hand landen konnte. Ein entspannter Tag, der ein wenig die aktuelle Situation mit stetig neuen negativen Neuigkeiten vergessen ließ. (cs)

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming