Griechenland/Korfu: Paleokastritsa „Balkon des Ionischen Meeres“

Der bekannte Badeort an der Westküste von Korfu besticht nicht nur mit kristallklarem Wasser und malerischen Buchten. Kleine Höhlen sowie überwältigende Aussichten und das Kloster Panagia Theotokos locken zu einem eindrucksvollen Ausflug.
Von RS-Redakteurin Nadja Becker

Reisen/Griechenland/Korfu – Den Namen „Alter Burgplatz“ trägt der beliebte Ferienort nach der nahe gelegenen Burg Angelokastro, von der heute nur noch beeindruckende Ruinen zeugen. Der bei hohen Temperaturen nicht ganz einfache Aufstieg wird jedoch mit einem traumhaften Ausblick, einem abenteuerlichen Erlebnis beim Klettern durch die alten Ruinen und einer Reise durch die Geschichte belohnt. Nicht minder beeindruckend der Blick vom Bergdorf Lakones, dass hoch über Paleokastritsa liegt und auch als Balkon des Ionischen Meeres bekannt ist.

Foto: Rheinischer Spiegel

Das Panorama zählt zu den schönsten der Insel in der von Olivenbäumen und Zypressen geprägten Umgebung. Das Dorf selbst mit seinen zahlreichen Tavernen und Cafés, das sich entlang der Küstenstraße zieht, findet sein Ende am Fuß steiler Berge, wird eingerahmt von malerischen Buchten.

Dabei bietet der Ort alles für einen Urlaub, denn die Hotels an den Hängen stören das malerische Flair kaum. Wassersport, Wanderwege, ein lebendiges Nachtleben und die vielfältige Gastronomie bieten für jeden Geschmack etwas. Gerade in den Sommermonaten ist der Ort dadurch belebt, wird von vollen Bussen gerne angefahren. In der Nebensaison kommt die Schönheit des kleinen Dorfes umso mehr zur Geltung. Unser Tipp für eine kulinarische Pause ist Nikos Restaurant direkt am Strand (Agios Spyridon BayPaleokastritsa), in welchem frischer Fisch und traditionelle griechische Speisen angeboten werden. 

Foto: Rheinischer Spiegel

Das touristische Highlight jedoch ist das im 13. Jahrhundert (1225 n. Chr.) entstandene Kloster Panagia Theotokos, auch als Moni Paleokastritsa bekannt. Von Paleokastritsa aus ist das Kloster über eine Straße erreichbar. Das hochgelegenen Kloster wurde im 18. und 19. Jahrhundert erweitert, beeindruckt mit typisch griechischer Architektur der Klöster und kann von April bis Oktober täglich von 7-13 Uhr und 15-20 Uhr besichtigt werden.

Foto: Rheinischer Spiegel

Die Kirche ist der Gottesmutter Maria geweiht, besticht mit einer kunstvoll bemalten Decke und Ionen aus dem 18. Jahrhundert. Blumengarten und Laubengänge laden zum Innehalten ein, nicht anders ist es bei dem venezianischen Glockenturm. Sehenswert zudem die historische Öl- und Weinpresse oder ein kleines Museum mit Kunstgegenständen, historischen Büchern oder byzantinischen Ikonen, welches kostenlos zugänglich ist und in einem Souvenirshop mündet. Das Kloster an den steil abfallenden Abhängen und das grüne Bergdorf, welches durch versteckte architektonische Zeitzeugen geprägt wird, bietet hervorragende Fotomotive, während angrenzend eine Gaststätte einen fantastischen Ausblick über die Buchten bietet – direkt auf das „versteinerte Schiff von Odysseus“.

Foto: Rheinischer Spiegel

Gemeint ist damit eine kleine Insel, an die heute noch an die Sage von Odysseus gebunden ist – obwohl hierzu eine weitere, weniger bekannte Legende existiert. So sollen im Mittelalter sarazenische Piraten versucht haben das Kloster zu überfallen. Mit einem Gebet wandte sich der Abt an die Mutter Gottes, trat dann voller Mut vor die Kirche um sie zu schützen. Sein Gebet wurde erhört, denn die Gottesmutter hatte die Piraten mit ihrem Schiff zu Stein erstarren lassen um das Kloster zu schützen. (nb)


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