Xanten lud zum großen Siegfriedspektakel

Auch in Xanten ist nach langer Corona-Pause von Christi Himmelfahrt bis zum morgigen Sonntag endlich wieder ein Wiedersehen mit Rittern, Gauklern und Drachen beim Siegfriedspektakel möglich.
Von RS-Redakteurin Nadja Becker und Leo Dillikrath

Xanten – Das Siegfriedspektakel zu Ehren des großen Helden, der im Nibelungenlied besungen wird, zählt zu den Highlights der historischen Stadt Xanten. An vier Tagen verwandelt sich das Festivalgelände zum Ort einer besonderen Zeitreise. Das Event zieht tausende Besucher teils von weit her an und obwohl es während der Corona-Pandemie pausierte, hat es auch in diesem Jahr nichts von seinem mitreißenden Flair verloren.

Foto: Rheinischer Spiegel/Leo Dillikrath

Am Xantener Nordwall begeistert das Ritterlager, die Turnierarena und der große Markt mit seinen historischen Darbietungen fast vergessener Handgewerke und vielfältiger Krämerstände. So historisch wie möglich ermitteln direkt zwei Mal am Tag Rittersleute beim Lanzenstechen die mutigsten Recken, am Freitag und Samstag wurde der spannende Wettkampf von imposanten Feuerturnieren ergänzt. Das Ritterturnier wurde mit Begeisterung verfolgt und viel fotografiert. Gaukelei präsentiert Meister Lupus, den artistischen Part übernimmt Ausnahmekünstler und Hochseilspezialist Walter von der Heide.

Nicht ganz so historisch, aber dennoch heiß begehrt ist der Drache für die Kinder, während sich auf der Bühne Musikanten und Gaukler abwechseln. Mit dabei am Padfindertürmchen unter anderem „dArtagnan“, „Die Streuner“, „In Vino Veritas“ oder das „Duo Obscurum“. Verzichtet werden muss jedoch auf den großen und beliebten Drachen Fangdorn, der leider unpässlich ist, dafür allerdings eine Vertretung geschickt hat.

Foto: Rheinischer Spiegel/Leo Dillikrath

Der Besucherstrom fließt bis in die Abendstunden. Ob Jung oder Alt, jeder kommt auf seine Kosten. Für den Hunger wird alles aus eigener Kraft kredenzt und weil die Nachfrage überall groß ist, bilden sich nicht selten lange Schlangen, die überwiegend gerne in Kauf genommen werden. Frischer Kuchen, Brot, Gegrilltes reihen sich an Met, Kräuter oder Honig.

Den Abschluss findet das Spektakel, ebenso wie seinen Beginn, mit den Umzügen der Ritterlager, die zu diesem Anlass ihre Reliquien über das Gelände tragen. Ein Termin, der sich lohnt im kommenden Jahr im Kalender vorzumerken. (nb)

Foto: Rheinischer Spiegel/Leo Dillikrath