Sessionseröffnung bei der KG Botterblom Giesenkirchen

Pünktlich um 19.00 Uhr zog der Elferrat mit dem Vorsitzenden der Gesellschaft, Stefan Neus sowie dem Präsidenten Thomas Klein, in den Saal der Gaststätte Kreuels in Giesenkirchen ein.
Text RS-Redakteurin Marlene Katz

Mönchengladbach – Der Präsident begrüßte die Gäste und war begeistert, dass es nun endlich wieder los gehe, denn das ist für die Gesellschaft die dritte offizielle Veranstaltung. Zuerst kam der 11.11., am 18.11. die Prinzenpaarproklamation und nun die eigene Sessionseröffnung. Allen Anwesenden wurde die Ehre zuteil, den diesjährigen Sessionsorden der Gesellschaft in Empfang nehmen zu dürfen.

Das Programm eröffnete die Juniorengarde der Prinzengarde der Stadt Mönchengladbach mit ihrem Kommandanten Karl Brose. Dieser bat die rot-grauen Flöhe, wie sie liebevoll in ihrer Garde genannt werden, Aufstellung zu nehmen und zu präsentieren, was dann auch in zackiger Weise geschah.

Bei ihrem ersten Tanz zeigten die Großen und die Minis das, was sie mit ihrer Trainerin Cindy Glasmacher einstudiert hatten und zwar zu einer fetzigen Musik.

Den zweiten Tanz absolvierten nur die Großen und zwar zu der Musik „wäre ich ein König“. Auch ihre Zugabe sprühte vor Temperament und alle zeigten, was in ihnen steckt. Selbst die Kleinste, ca. 4 Jahre alt, war in ihrem Element.

Präsident Klein lobte die Kinder anschließend über alle Maßen, aber das hatten sie auch verdient. Als Dank für ihren Auftritt erhielt die Trainerin ein paar Orden, die sie beim nächsten Treffen der Garde verteilen kann. Außerdem erhielten sie einen Leckerkorb sowie Süßigkeiten. Bei dieser Gelegenheit darf nicht versäumt werden, Christiane Glasmacher zu nennen, die als Betreuerin der Truppe bei jedem Auftritt dabei ist und ihr wachsames Auge über die Kids hält.

Marlene Katz mit Doris Klemens (re.)

Anschließend begrüßte Klein ganz die Vertreter aus Politik und die Vertreter verschiedener Vereine. Sein ganz besonderer Gruß ging an Doris Klemens, die Ehrenpräsidenten der Gesellschaft, die 19 Jahre lang die Damensitzungen geleitet hatte.

Für die Gesellschaft war es auch eine Ehre, einmal dem Inhaber der Gaststätte Kreuels, Hermann Dürselen, und seinem Team Dank zu sagen für die Zurverfügungstellung der Räumlichkeiten. Hierfür erhielten sie jeweils den Sessionsorden der Gesellschaft.

Dann passierte einem kleinen Mariechen der Juniorengarde ein Malheur, die Naht am Ärmel ihrer Jacke war aufgegangen. Gut war, dass zu diesem Zeitpunkt die Schneiderein der Garde, Ute Ditges-Vuillot, anwesend war und mit einigen Nadelstichen dieses Problem lösen konnte.

Ute bei der Arbeit

Mit großem Jubel wurde dann das frisch proklamierte Prinzenpaar Stefan und Bianca mit Hofmarschall Christian Ernst sowie den Adjutanten Dieter Lichtenhahn und Rainer Böhm empfangen. Hier muss gesagt werden, dass Rainer Böhm ersatzweise als Adjutant eingesprungen war, da der eigendliche Adjutant Stefan Neus bei dieser Veranstaltung als Vorsitzender präsent sein musste.

Auch das bereits im letzten Jahr proklamierte Kinderprinzenpaar Marlon und Lea mit Adjutant Louis und Hofmarschall Hajo Hering hatten es sich nicht nehmen lassen, diese Veranstaltung zu besuchen.

Prinz Stefan begrüßte, merkte aber dann an, dass man ihm im Auto vorgeworfen habe, er habe bei der letzten Veranstaltung zu viel geredet und darum sage er jetzt nichts mehr. Daraufhin ergriff Bianca das Wort und für sie fühlte es sich so an, dass sie seit ihrer Proklamation auf Wolke 7 schweben. Aber dadurch, dass das Kinderprinzenpaar bereits proklamiert war, haben sie von den Beiden einiges lernen können.

Trotz Redeverbot erzählte der Prinz eine kurze Episode von der gestrigen Proklamation. Auf der Bühne der Kaiser-Friedrich-Halle standen zwei Stühle für das Prinzenpaar und jedes Mal, wenn er sich setzen wollte, musste Stefan Neus als sein Adjutant das Cape am Rücken hochhalten, damit dieses keine Benutzungsspuren aufweist. Als Stefan dieses Szenario acht Mal mitgemacht hatte, nahm er ihm den Stuhl weg und meinte, er solle erst mal tanzen, dann könne er wieder sitzen.

Die Prinzenorden wurden dann an Hajo Siemes und Angelika Paulussen verliehen. Als Dank für die Einladung überreichte das Prinzenpaar ihr Bild sowie eine Flasche Bolten Bier an die Gesellschaft.

Auch wurden seitens des MKV, und zwar durch Christian Ernst, die Jahresorden an Freddy Nellen und Thomas Rondholz verliehen.

Auch das Kinderprinzenpaar Marlon und Lea dankten für die Einladung, fanden den Saal schön geschmückt und dass hier viel Stimmung sei. Auch sie hatten ihre Orden im Gepäck, den sie an Hans Röttges und Alina Dietschi verliehen.

Aber ohne Musik geht es auch bei den Prinzenpaaren nicht. Wenn Groß und Klein zusammen auftreten, singen sie natürlich ihr gemeinsames Lied mit der entsprechenden Choreographie.

Stefan Neus als Vorsitzender überreichte dem Prinzenpaar einen Präsentkorb mit dem Hinweis, dass dort auch eine Creme vorhanden ist, was den Prinzen besonders freute.

Als weiteren Programmpunkt hatte man Anna Leonie Pütz verpflichtet, die sich nach ihrer Amtszeit als Kinderprinzessin 2016 der Stadt Mönchengladbach, mit einer Solokarriere selbständig gemacht hat.

Ihr Motto in diesem Jahr war der Urlaub mit der Familie nach Malle. Alle freuten sich auf warmes Wetter, den Bikini und die weißen Socken in den Sandalen. Alle wollten mit ihr auf diese Insel. Untermalt wurde dieses mit dem Lied „ich möchte so gern mit dir auf einer kleinen Insel sein“.

Bereits im Flieger war ihr sehr heiß und zwar so heiß wie Frittenfett. Aber viel schlimmer war es, wenn einer neben dir sitzt und auch noch so riecht.

Als sie Mallorca erreicht hatten, war ihr erster Ausruf „Spanien Ole“, was von dem entsprechenden Lied der Bläck Fööss unterhalten wurde.

Auch wurde über eine Stunde nach dem Koffer gesucht, ehe man endlich den Bus Nr. 4 nehmen konnte. Da man diese Reise all inklusive gebucht hatte, musste man natürlich versuchen, das Geld durch die entsprechenden Mahlzeiten, Getränke und Besuche verschiedenster Events wieder rein zu bekommen.

Wie es bei den Deutschen üblich ist, legen sie morgens früh ihre Handtücher auf die entsprechenden Liegen und das hatten sie auch getan mit dem Bildnis von „Jünter“ und dem Zusatz „Hennes, hier ist besetzt“.

Sie hatte natürlich auch ihren Schatz mitgenommen, denn er brachte ihr Cappuccino ans Bett und sie wollte ihr Leben mit ihm teilen. Hier hatte sie auf das Lied von Helene Fischer zurückgegriffen „Ich will immer“.

Auch Oma hatte sich auf den Urlaub vorbereitet und sich einen Bikini gehäkelt. Jetzt wusste jeder, womit sie sich in den letzten sechs Monaten beschäftigt hatte, denn als sie ihr Strandkleid auszog fand das keiner mehr witzig.

Am letzten Abend auf Malle stand dann eine Miss-Wahl an, die Anna natürlich gewann, denn außer ihr hatte nur noch Oma mitgemacht.

Das war der Urlaub von Anna mit ihrer total verrückten Familie. Es muss noch angeführt werden, dass Anna zu jeder einzelnen Darbietung ihr Outfit und die Musik wechselte.

Doch ohne Zugabe kam sie nicht von der Bühne und erhielt ebenfalls den diesjährigen Gesellschaftsorden.

Als letzter Programmpunkt stand die Ehrung der Ehrensenatoren mit dem Gesellschaftsorden sowie die Vorstellung der beiden neuen Ehrensenatorinnen an.

Rolf Peter Esser stellte die Ehrensenatoren als Unterstützer der Gesellschaft vor, denn ohne diese kann keine existieren. Er hatte dieses Amt als Sprecher von Hajo Siemes übernommen, weil dieser als Bürgermeister der Stadt Mönchengladbach gewählt wurde.

Weiter führte er aus, dass zwei neue Ehrensenatoren am heutigen Tag in den erlauchten Kreis aufgenommen würden. Es waren leider nur 7 Ehrensenatoren anwesend, aber wenn man rechnen kann: wir haben 28 Ehrensenatoren, 7 sind hier, also mithin 40 %. Das ist also nicht schlecht.

Dann stellte er die Neuen im Einzelnen vor. Es handelt sich um eine Dame, die in Viersen Prinzessin war, Berufserfahrung in 30 Jahren bei der Firma Hintzen in Korschenbroich gesammelt hat und gelernte Bekleidungstechnikerin ist. Trotz Corona hat sie sich vor 2 Jahren selbständig gemacht und kämpft für ihre Existenz. Sie ist im Winter- sowie im Sommerbrauchtum keine Unbekannte und zaubert wunderbare Uniformen. Ihr Name ist Ute Ditges-Vuillot. Als Anerkennung erhielt sie die Urkunde, den Ehrensenatoren-Orden sowie den Sessionsorden und war somit offiziell in die Riege aufgenommen.

Auch bei der zweiten Aufnahme handelte es sich um eine Dame. Diese war 2009 als Wagenbegleiterin im Zug mitgefahren und hatte Spaß daran bekommen, im Karneval aktiv tätig sei sein. Zuerst war sie für die Jugendarbeit in der Gesellschaft zuständig, während sie dann aufstieg zur 2. Geschäftsführerin in den Jahren 2011 – 2014. Aber in jedem Verein gibt es einmal gute und schlechte Zeiten und so nahm sie erst einmal Abstand von diesem, weil sie sich nicht mehr so richtig wohl gefühlt habe. Für sie war damals die Familie wichtig und nachdem jetzt die Kinder groß sind, ist sie wieder dabei, um den Verein zu unterstützen. Es handelte sich um Daniela Wullinger, die ebenfalls Urkunde, Ehrensenatoren-Orden und Sessionsorden erhielt.

Weiter hatte die Gesellschaft eine Überraschung für zwei ihrer Mitglieder ausgedacht. Die Vizepräsidentin des Karnevals Linker Niederrhein (KLN) Christiane Glasmacher sowie die Geschäftsführerin Caren Schmitt baten die Herren Stefan Neus und Karl Odenkirchen nach vorn. So erhielt Neus den Verdienstorden in Gold und Odenkirchen den in Silber. Dass diese Überraschung geglückt war, konnte man den Beiden ansehen. Sie waren sichtlich gerührt über diese Ehrung.

Bevor der Präsident zum Schlusswort kam, gab es noch eine besondere Ehre für einen besonderen Menschen. Hier handelte es sich um den 57-jährigen Georg Moll, der seit 22 Jahren passives Mitglied ist, aber die Gesellschaft in jeder Weise unterstützt. Als Dank erhielt er die Nadel der Gesellschaft.

Georg Moll mit Urkunde

Klein bedankte sich bei allen Gästen, die hier waren und die Gesellschaft so unterstützen. Aber zum Schluss hatte er noch eine Bitte. Die Gesellschaft möchte gerne wieder einmal am Veilchendienstagszug mit einer Fußgruppe teilnehmen. Hierfür werden aber mindestens 12 Personen benötigt. Er hoffte, dass man auf diesem Wege die entsprechende Anzahl zusammen bekommen könne und um das Wurfmaterial werde sich der Vorstand kümmern. Anmeldungen seien bis zum 24.11. bei Karl Odenkirchen möglich.

Bei lockeren Gesprächen und kühlen Getränken ging diese Sessionseröffnung zu Ende.

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